ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 03:09 Uhr

Kulturpfad in Bautzen kann Gestalt annehmen

Wildtulpen sind zu Saisonbeginn die Farbtupfer im Findlingspark Nochten gewesen. Er zählt zu den 33 Anlagen des Gartenkulturpfads beiderseits der Neiße. Foto: Findlingspark Nochten
Wildtulpen sind zu Saisonbeginn die Farbtupfer im Findlingspark Nochten gewesen. Er zählt zu den 33 Anlagen des Gartenkulturpfads beiderseits der Neiße. Foto: Findlingspark Nochten FOTO: Findlingspark Nochten
Bautzen. Der Verein "Gartenkulturpfad beiderseits der Neiße"kann durchstarten: Die Sächsische Aufbaubank (SAB) hat die beantragten EU-Fördergelder für zwei Vereinsprojekte bewilligt. Uwe Menschner

"Wir bemühen uns schon seit zwei Jahren, die vielen bekannten und unbekannten Parks und Gärten der Region in einen der ursprünglichen Idee entsprechenden Zustand zu bringen und touristisch bekannt zu machen", erklärt die Vereinsvorsitzende Maria Michalk. "Mit den jetzt bewilligten Projekten kommen wir diesem Ziel einen großen Schritt näher."

Das erste Projekt, für das als Partner die Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz (ENO) gewonnen wurde, steht unter dem Leitmotiv "Pflege und Planung." "Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung eines einheitlichen Leitfadens für die Pflege und Gestaltung der Parks", erklärt Thomas Vogel von der ENO.

Kleine Teams von Fachleuten sollen die entwickelten Konzepte in der Praxis umsetzen und ihre Tauglichkeit prüfen, die bereits gewonnenen Erfahrungen in den grenznahen Gebieten Deutschlands und Polens verglichen werden. "Im Endeffekt wollen wir einen gemeinsamen Standard für die Parkpflege entwickeln", so Thomas Vogel.

Das zweite Projekt befasst sich mit der touristischen Vermarktung der Park- und Gartenkultur. Als Projektpartner fungiert die Dienstleistungen für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung Dresden GmbH (DSA). "Die Region verfügt über eine einzigartige Dichte von bemerkenswerten Park- und Gartenanlagen, die leider außerhalb noch kaum wahrgenommen wird", sagt Geschäftsführer Gerald Svarovsky. Auch fehle es an einer gemeinsamen Identifikation zwischen polnischem und deutschem Teil, wobei hier "zumindest in Bad Muskau schon ein Anfang gemacht ist". Im Rahmen des Projektes sollen vielfältige Publikationen erstellt sowie eine übergreifende "Gartenkulturroute" ausgewiesen werden, die sich auch in Teilabschnitte untergliedern lässt.

Nach Angaben von Maria Michalk umfasst das Netzwerk des "Gartenkulturpfad beiderseits der Neiße" 33 Park- und Gartenanlagen, darunter in Bad Muskau, Kromlau, Nochten (Findlingspark) und Rothenburg. Allein acht der Parks befinden sich im weltberühmten "Hirschberger Tal" unweit von Jelenia Gora. "Die Anlagen weisen höchst unterschiedliche Pflege- und Erhaltungszustände auf. Oftmals hat man sich zwar bemüht, allerdings fehlte es an gärtnerischem Sachverstand." Deshalb sei es dringend geboten, einheitliche Standards einzuführen, um die einzigartige Gartenlandschaft in ihrer ursprünglichen Fülle erlebbar zu machen und als Impuls für die Attraktivität der Region wirken zu lassen.