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| 16:23 Uhr

Neue Broschüre
Kulturbund will lebens- und liebenswerte Stadt zeigen

Peter Biernath und Elvira Lätsch zeigen die neue Broschüre.
Peter Biernath und Elvira Lätsch zeigen die neue Broschüre. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Eine neue Broschüre zur 750-jährigen Geschichte von Hoyerswerda liegt jetzt vor.

Nun ist sie fertig, die neue Broschüre „Hoyerswerda Neustadt Stadtansichten - Kunstwerke der Neustadt“. Peter Biernath und seine Mitstreiter vom hiesigen Kulturbund freuen sich. Dieses von ihnen geschaffene Werk können Interessenten in dem vom Verein genutzten Kulturdenkmal Lange Straße 1 erwerben. Alle anderen Publikationen wollen vielfältig über die stadtgeschichtliche sowie kulturelle Biografie von Hoyerswerda informieren und eine weitere Beschäftigung mit dem Thema anregen, so Peter Biernath. Er wünscht sich, dass die Leser „zur Ost-Kunst ein besseres Verhältnis gewinnen“.

Um die mehr als 60-jährige Geschichte der Neustadt als Experimentierfeld im industriellen Städtebau zu würdigen, zeigt das neue Heft Eindrücke vom Auf und vom Rückbau der insgesamt zehn Wohnkomplexe (WK). Untrennbar dazu gehören künstlerische Arbeiten in Gebäuden und im öffentlichen Raum, die das Leben der Menschen mitprägten und -prägen.

In Kindereinrichtungen und in Gaststätten gab es viele heute vergessene oder verschollene Gemälde und Wandgestaltungen, an die Fotos erinnern. Abgebildet sind der einzige, noch im WK I stehende Zeitungskiosk, der 2006 abgerissene Jugendklub-Laden und die Bronzeplastik „Kinderreigen“ von Jürgen von Woyski. Sie wird an ihrem alten Standort im WK IV und am neuen im Zoo gezeigt, erzählte Peter Biernath. Ähnliches gilt für die während der Internationalen Bildhauersymposien geschaffenen Skulpturen, die sich noch in Hoyerswerda befinden.

Nach dem Beispiel dieser Broschüre entsteht jetzt eine weitere mit Kunstwerken und Stadtansichten der Altstadt. Der Förderantrag dafür wurde schon bewilligt.

Zur festlichen Begehung der Ersterwähnung von Hoyerswerda vor 750 Jahren hat der Kulturbund in diesem Jahr aber noch andere Aktivitäten vor. Die Mitglieder beteiligen sich an der am 15. Juni im Lausitz-Center beginnenden komplexen Ausstellung „60 Jahre gemeinsame Entwicklung des Industriestandortes Schwarze Pumpe und der Neustadt Hoyerswerda“. Dort werden sie viele Bildtafeln und einige eigene Filmbeiträge zeigen, die die architektonische, kulturelle und künstlerische Entwicklung der zehn Wohnkomplexe bis zur Gegenwart darstellen.

Die Klöpplerinnen des Kulturbundes wollen in ihrer kleinen Dauerausstellung, der Vitrine der Ostsächsischen Sparkasse in der Altstadt, extra zum Stadtjubiläum hergestellte Klöppelarbeiten präsentieren, sagte Peter Biernath. Seine Vereinskollegin Paula Strobel sprach vom Sommerprojekt „Boulevard Kirchstraße“ des Citymanagements Altstadt, das der Kulturbund bereichern will. Wie wird noch beraten.

Die Höhepunkte des eigenen Hausfestes am 20. August stehen dagegen schon fest, denn die Reichsfürstin von Teschen wird das Kulturdenkmal Lange Straße 1 und die alte Handwerkergasse vorstellen. Eine Lesung soll Besuchern bekannte Hoyerswerdaer Persönlichkeiten nahebringen. Zu erwähnen ist noch die Bildtafelausstellung „Lebens- und liebenswertes Hoyerswerda“ im September. Besucher können dann im Lichthof des alten Rathauses architektonisch oder künstlerisch interessante Objekte der Alt- und der Neustadt für sich entdecken.