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| 20:52 Uhr

Neue Ausstellung in Hoyerswerda
Aquarelle von verwundbarer Natur

 Martin Schmidt und Ullrike Söhnel beim Rundgang durch die neue Ausstellung im Seenland-Klinikum Hoyerswerda.
Martin Schmidt und Ullrike Söhnel beim Rundgang durch die neue Ausstellung im Seenland-Klinikum Hoyerswerda. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Das Ausstellungsjahr in der Galerie am Lausitzer Seenland Klinikum in Hoyerswerda hat begonnen. Bis Juni werden Werke von Ullrike Söhnel aus Ohorn gezeigt. Von Katrin Demczenko

Die Galerie in der Geriatrischen Tagesklinik des Lausitzer Seenland Klinikum (LSK) hat die erste Ausstellung des Jahres 2019 eröffnet: mit Werken von Ullrike Söhnel aus Ohorn. Mehr als 40 Radierungen und Holzschnitte, aber auch Collagen, Ölgemälde, Tuschezeichnungen und Aquarelle in ausgeglichenen Farben werden noch bis zum 16. Juni gezeigt. Die Chefärztin der geriatrischen Tagesklinik, Michaela Stöckel, dankt dem Hoyerswerdaer Kunstverein, der seit nunmehr schon zwei Jahren aktiv die Vorbereitung aller Ausstellungen unterstützt.

Unterhaltsamer Swing auf dem Saxophon, gespielt vom künstlerischen Leiter der Musikschule Hoyerswerda Klaus-Peter Haselbauer, und Gedichte von Fontane, die das Kunstvereinsmitglied Helene Schmidt vorträgt, stimmen die vielen Gäste der Vernissage aus der Region und aus Dresden auf die Bilder ein. Der Bischofswerdaer Bernd Warnatzsch, der Ullrike Söhnel und ihre Kunst seit Jahrzehnten kennt, spricht in seiner Laudatio von den vielen künstlerischen Techniken, die sie nutzt, um ihre gewählten Motive eindrucksvoll darzustellen. Immer wieder entdeckt die Malerin unter Verwendung von Radiernadeln, Pinseln, Stahlfedern oder dem Holzschnittmesser ihre Umwelt neu, sagt Bernd Warnatzsch.

Viele der ausgestellten Bilder sind an ruhigen Orten in Kreta, den Alpen oder in Italien entstanden, erzählte Ullrike Söhnel. Die Toskana besuchte sie mehrfach als Gast mit der Malschule einer Freundin, um die sommerlichen Stimmungen dieser Region am Mittelmeer mit ihrem besonderen Licht auf Papier festzuhalten. Mediterrane Landschaften, uralte, langsam verfallende Ruinen und schmale Gassen in kleinen Städtchen fanden ihr Interesse. Dargestellt hat sie diese Sehnsuchtsorte meist als Aquarelle in hellen Farben oder als Radierungen, die den Betrachter förmlich einladen, mit den Augen darin herumzuwandern.

Ullrike Söhnel malte auch mit dem Radeberger Künstler Rolf Werstler, dessen Zeichenzirkel sie seit Jahrzehnten besucht, im Polenztal in der Sächsischen Schweiz.

Mit der Hoyerswerdaer Malerin Gudrun Otto entdeckt sie ihre Heimat, die Oberlausitz, gern auch gemeinsam. Am Bernsteinsee bei Burghammer und an den Warthaer Teichen waren die Freundinnen vor einigen Jahren unterwegs, erzählt Ullrike Söhnel. Draußen habe sie damals viele Skizzen erarbeitet. Und aus den schönsten sind später im Atelier zarte Aquarelle, die den Reichtum der verwundbaren Natur zeigen, entstanden. Die Ausstellung in Hoyerswerda zeigt auch das.