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| 15:15 Uhr

Hoyerswerda
Wiener Schmäh in der Lausitzhalle

Die ehemalige Hoyerswerdaerin Musikschülerin Samira Dietze, die heute in Dresden Geige studiert, sorgte mit der Caprice Viennois von Fritz Kreisler und versiert begleitet vom Sinfonischen Orchester Hoyerswerda für einen Höhepunkt des Abends.
Die ehemalige Hoyerswerdaerin Musikschülerin Samira Dietze, die heute in Dresden Geige studiert, sorgte mit der Caprice Viennois von Fritz Kreisler und versiert begleitet vom Sinfonischen Orchester Hoyerswerda für einen Höhepunkt des Abends. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Das Sinfonische Orchester Hoyerswerda und Solisten bescheren ihrem Publikum beim Silvesterkonzert gute Laune. Von Katrin Demczenko

Mit Wiener Musik des 19. Jahrhunderts hat das Sinfonische Orchester Hoyerswerda die Gäste seines Silvesterkonzerts in der Lausitzhalle unterhalten – wie seit 34 Jahren vor ausverkauftem Haus. Musikschüler und Erwachsene aus der Stadt, Dresden, Cottbus und von anderswo haben sich gemeinsam einem Hobby verschrieben, mit dem sie anderen Menschen Freude bringen. So würdigte Superintendent i.R. Friedhart Vogel zum Konzertauftakt den Klangkörper und führte dann wieder mit launigen Worten durch das Programm.

Eva Meitner dirigierte mit leichter Hand den Seufzer-Galopp von Johann Strauss (Vater), den Kaiser-Walzer und Melodien aus der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauss (Sohn). Den Abschluss seines schier endlos spielbaren Stückes „Ein musikalischer Scherz“ durften die Musiker sogar ohne ihre Dirigentin bestimmen.

Als die Musiker die „Vergnügungszug Polka schnell“ von Johann Strauss (Sohn) spielten, verging die Zeit für die Konzertbesucher wie im Fluge und sie machten Station in Straßburg. Friedhart Vogel stellte ihnen den französischen Komponisten Emil Waldteufel vor. Dieser hatte den beschwingten Walzer „Espana“ geschrieben, den das Orchester intonierte. In der Fassung „Wenn die Rosen erblühen in Malaga“ aus den 1970er-Jahren wurde diese Melodie zum Hit des Schlagerduos Cindy und Bert, weshalb der ganze Saal begeistert mitklatschte.

Viel Beifall bekam die Leipziger Opern- und Konzertsängerin Monika Stache. Die Sopranistin meisterte, einfühlsam unterstützt von den Hoyerswerdaer Sinfonikern, die großen Koloraturen der Arie der Adele aus der „Fledermaus“. Und sie entführte die Besucher ins Ungarn der k.u.k.-Zeit. Monika Stache sorgte für Stimmung mit dem Auftrittslied der Varietesängerin Sylva aus Emmerich Kalmans Operette „Die Czardasfürstin“. Mit dem ungarischen Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms, mehreren erklatschten Zugaben und dem Kultstück am Schluss der Veranstaltung, dem Radetzkymarsch, setzten die Musiker um Eva Meitner noch einen drauf und entließen ein gut gelauntes Publikum in den weiteren Silvesterabend.