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| 15:06 Uhr

Musikfesttage
Ruth meistert ihren Auftritt im Hoyerswerdaer Schloss

Ruth Hembitski bei ihrem Auftritt bei den Hoyerswerdaer Musikfesttagen.
Ruth Hembitski bei ihrem Auftritt bei den Hoyerswerdaer Musikfesttagen. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Kinder der Musik- und Kunstschule Bischof haben ihr Können bei den Musikfesttagen präsentiert. Von Katrin Demczenko

Seit den 1970er-Jahren darf das Konzert Junger Künstler bei den Hoyerswerdaer Musikfesttagen nicht fehlen, damit der Nachwuchs in diesem Rahmen sein Können zeigen kann. Dieses Jahr standen erstmals fast 50 Schüler der Musik- und Kunstschule Bischof und 30 vom Chor der Grundschule „An der Elster“ auf der Bühne im Schlosssaal.

Zu der munteren Schar, die sich auf ihre Auftritte vorbereitete, gehörte Ruth Hembitski aus Wartha. Seit dreieinhalb Jahren erlernt sie an der Musikschule Bischof das Klavierspiel. „Klaviermusik höre ich schon immer gern und dann ist mir eine Werbung der Musikschule aufgefallen. Die Mutti fuhr mich hin und nach einer Schnupperstunde hatte ich mein Instrument gefunden“, erzählt das Mädchen. Seit ihrem siebenten Lebensjahr geht Ruth nun einmal pro Woche zum Klavierunterricht und übt zu Hause täglich eine halbe Stunde. Durch diesen Fleiß waren ihre Leistungen letztes Jahr so gut, dass sie in der Kategorie Klavier Solo erfolgreich am Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ teilnehmen konnte. Jetzt folgte also ihr erster Auftritt bei den Musikfesttagen.

André Bischof bat die Elfjährige, wie alle anderen jungen Künstler, zunächst zur Anspielprobe in den noch leeren Saal. An einem Flügel sitzt die Foucault-Gymnasiastin eher selten, deshalb ist das für sie jedes Mal etwas Schönes und Besonderes. Bei großen Auftritten verspürt sie immer ein wenig Aufregung, denn verspielen möchte sich Ruth auf keinen Fall. Die notwendige Konzentration, im richtigen Moment das Richtige zu tun, trainiert sie übrigens auch beim Karate, ihrem anderen Hobby, das sie erfolgreich ausübt.

Als sich der Saal mit Eltern, Großeltern und Verwandten füllt, die ihre Kinder spielen und singen hören wollen, müssen die Veranstalter noch viele Stühle zusätzlich hereintragen. Circa 140 Zuschauer erleben dann das Konzert im Saal des Schlosses.
Ruth weiß, dass ihr die Mutter im gespannt wartenden Publikum die Daumen drückt und diese braucht das gar nicht lange zu tun. Die Pianistin ist gleich nach dem Auftakt des Grundschulchores an der Reihe und meistert ihr kurzes, fröhliches Stück „Clowns“ von Dimitri Kabalewski fehlerfrei. Strahlend genießt sie ihren Beifall und nimmt die Rose entgegen, die ihr ein kleines Mädchen übergibt. Nach dem Auftritt verrät Ruth, dass sie ihr Musikstück schon nach einem Monat intensiven Übens gut konnte und sich gern mit einem längeren Beitrag präsentiert hätte. Infrage gekommen wäre ein Auszug aus dem Soundtrack zum Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“, denn dieses Werk hat sie schon geübt und liebt es besonders.

Die Musik- und Kunstschule Bischof, die dieses Jahr ihr 2-5jähriges Bestehen feiert, lässt an dem Nachmittag auch eine Gruppe vier- bis sechsjähriger Kinder auftreten, die die frühkindliche musikalische Bildung besuchen. Ältere Schüler treten als Pianisten, mit der Blockflöte und der Konzertgitarre auf. Außerdem erklingen Titel aus dem an der Musikschule erarbeiteten und vergangenes Jahr in der Lausitzhalle uraufgeführten Musical „Janka und der Drache Plon“.