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| 12:36 Uhr

Industriemuseum
„Kunst und Kohle“ in der Fabrik

Museumsleiterin Kerstin Zinke mit einem Plakat, das auf einen der diesjährigen Veranstaltungshöhepunkte in der Energiefabrik hinweist: auf die Ausstellung "Kunst und Kohle".
Museumsleiterin Kerstin Zinke mit einem Plakat, das auf einen der diesjährigen Veranstaltungshöhepunkte in der Energiefabrik hinweist: auf die Ausstellung "Kunst und Kohle". FOTO: Rainer Könen
Knappenrode. Weit mehr als 100 DDR-Kunstwerke werden im Turbinensaal zu sehen sein. Bergmannstag, Fabrikfestspiele, Herbstfeuerfest – auch 2018 bietet das Knappenroder Museum einiges. Von Rainer Könen

Kerstin Zinke, Leiterin des Knappenroder Energiefabrik, betont immer wieder, wie wichtig doch auch für eine Einrichtung wie diese der Servicegedanke sei. „Das ist das A und O für unser Museum“. Das drückten die vielen positiven Eintragungen im Besucherbuch aus.  

Zum Service zählt beispielsweise, dass Radwanderer  mit ihren vollbepackten Rädern das weitläufige Gelände der ehemaligen Brikettfabrik erkunden können, das sie sich neben zahlreichen Bergbau-Devotionalien mit in der Region produzierten Weinen eindecken können, sogar Gundermann-CDs sind im Besucherzentrum zu bekommen. „In Sachen Servicebereitschaft sind wir auf einem sehr guten Weg“, so Zinke. Das sei ja auch ziemlich wichtig, schließlich sollten sich die zahlreichen Besucher „bei uns wohlfühlen“, so die Museumschefin weiter.

Wie sie sagt, ist die Energiefabrik mittlerweile ein Anziehungspunkt für Besucher geworden sei, die nicht aus der Region stammten, aus anderen Bundesländern anreisten. Denen will man natürlich was bieten. Auch im Winter. Das ist etwas, was Kerstin Zinke ohnedies sehr am Herzen liegt. Denn: „Es hat sich offenbar noch nicht überall herumgesprochen, dass wir ganzjährig geöffnet haben.“ Seit 2015 könne man sich die Energiefabrik und die Ausstellungen zu allen Jahreszeiten anschauen.

In den diesjährigen Winterferien kamen besonders die Kinder bei der Sonderausstellung „SiO2. Von Bergkristall bis Smartphone“ auf ihre Kosten. Entdecken können die Gäste in diesen Tagen die Einrichtung auch „Auf Schicht in der Fabrik“, wo sie  bei einer Erkundungstour erfahren, wie es damals war, als Pressenwärter oder Schlosser zu arbeiten.

In folgenden Monaten bietet das Sächsische Industriemuseum noch weitere interessante Veranstaltungen. Basis für das attraktive und breit aufgestellte sind natürlich nach wie vor die Ausstellungen. In diesem Jahr werden jedoch einige Ereignisse in den Blickpunkt rücken. So wird ein besonderes Jubiläum gefeiert, denn vor hundert Jahren ging die Brikettfabrik Werminghoff in Betrieb.

Gespannt sich Kerstin Zinke und ihre Mitarbeiter schon auf den 1. Mai. An diesem Tag wird eine bemerkenswerte Ausstellung im Turbinensaal eröffnet. „Kunst und Kohle“ heißt die. Es geht um Arbeit und Bergbau in der DDR-Kunst. „Da werden aufschlussreiche Exponate zu sehen sein“, so Kerstin Zinke. 60 Gemälde und 70 Fotografien werden bis zum 16. September präsentiert. Am gleichen Tag gibt es noch ein weiteres, sicher sehr bewegendes Highlight: eine Tanz-Performance, bei der auch Besucher mitmachen können. „Work Out“ heißt dieses  europaweite Tanzereignis, an dem sich die Energiefabrik beteiligt.

Die Draisinen-Saison wird am Gründonnerstag, 29. März, mit dem „Start in den Frühling“ eröffnet. Hoch her wird es sicher wieder bei den „FabrikFestSpielen“ am 10. Juni gehen.

Am 1. Juli findet der Bergmannstag in Knappenrode mit einem Umzug durch den Ort statt. Und natürlich darf im Veranstaltungskalender das „HerbstFeuerFest“ (13. Oktober) ebensowenig fehlen wie die „Nacht.Schicht“ an Halloween am 31. Oktober.

Weitere Informationen gibt es unter www.energiefabrik-knappenrode.de und unter 03571 6095540. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr.