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Karneval
Narren tanzen sich für neue Session ein

Die Funkengarde freut sich auf die neue Faschingssession.
Die Funkengarde freut sich auf die neue Faschingssession. FOTO: Katrin Demczenko / Demczenko Katrin
Hoyerswerda. Die Hoyerswerdaer Narren zieht es in der Session 2017/18 in den Orient. Sie sind dort auf Sponsorensuche. Von Katrin Demczenko

Alle Narren ab sechs Jahren, die dem Hoyerswerdaer Karneval Club Gelb Blau 1997 (HKC) angehören, trainieren jetzt wieder im Vereinsheim in der Heinrich-Mann-Straße. Sie bereiten sich auf die Faschingssession 2017/18 vor. Der Höhepunkt dabei ist das dreitägige Probenlager aller 45 Vereinsmitglieder am Ende der Herbstferien, wie HKC-Präsident Andreas Kubale sagt.

Die Sechs- bis Zehnjährigen der Kindergarde und die Älteren von der Funkengarde üben ihre Funkenmärsche und Showtänze. Gleiches gilt für die Männertanzgruppe, die zur Hauptfaschingsveranstaltung am 10. Februar im Saal der Kulturfabrik unter anderem als Putzfrauen aus dem Orient auftritt.

Das Thema für die Session heißt dazu passend „Wir reisen in den Orient, damit man dort den Fasching kennt“, verrät Andreas Kubale. Der HKC sucht diesmal in diesem Teil der Welt neue Sponsoren und der Sultan will nur zahlen, wenn er viele tolle Geschichten erzählt bekommt. Damit der Herrscher auch optisch einiges erlebt, probt die Funkengarde gerade den neuen Showtanz „Bay mir bistu sheyn“ (Bei mir bist du schön), der in den 1930er-Jahren als Teil eines jiddischen Musicals entstand.

Trainer Kubale übt mit den elf bis 24 Jahre alten Tänzern die Choreografie mehrmals „trocken“, also ohne Musik, denn zu jedem Taktschlag gehören ein Schritt oder eine Bewegung, die sich die Tänzer in der richtigen Reihenfolge merken müssen. Im nächsten Schritt kommt die Musik dazu und es ist an der Synchronität und der Ausdrucksstärke des vierminütigen Tanzes zu feilen, erklärt der HKC-Präsident.

Besonders wenig Probenzeit hat diesmal die derzeit sechsköpfige Kinderfunkengarde, die schon am 11. 11. nach dem Rathaussturm den ersten Prinzessinnenball und im Februar zwei weitere Kinderfaschingsveranstaltungen gestaltet. Die Veranstaltung zum Sessionsauftakt beginnt im Vereinsheim um 15 Uhr. Übrigens: Zu der Disco mit lustigen Spielrunden und Pfannkuchen sind auch Jungen, die als Prinzen oder Hofstaat verkleidet kommen, gern gesehene Gäste.

Halloweenfans dürfen sich freuen auf den 31. Oktober, wenn ab 16 Uhr in dem von erwachsenen HKC-Mitgliedern neu gestalteten Gruselkeller im Stadtzentrum an der Bonhoefferstraße gefiert wird. Als Novum wird die Halloween-Party im Vereinsheim, wo viele kostümierte Kinder erwartet werden, zeitgleich beginnen. Diese Veränderung begründet Andreas Kubale damit, dass recht wenig Teilnehmer beide Aktivitäten wahrnehmen und am nächsten Tag sei außerdem Schule.

Wie jeder Verein freut sich auch der HKC über neue Mitstreiter, insbesondere Grundschüler für die Kinderfunkengarde und junge Männer, die mit der Männertanzgruppe auftreten oder als Saalgarde für Ordnung bei Veranstaltungen sorgen. Akut fehlt ein Schatzmeister, der gern Kenntnisse im Steuerrecht besitzen kann, benennt Andreas Kubale ein Problem, das dringend gelöst werden muss.