| 12:44 Uhr

Szenische Lesung
Erinnerungen an die DDR-Kulturszene

Hoyerswerda. Das Buch „Liebe im Exil“ von Edith Anderson steht im Mittelpunkt einer szenischen Lesung am 11. März 2018 in Hoyerswerda. Gestaltet wird sie von der Schauspielerin Ines Burdow.

Zur Matinee am Sonntag, 11. März, um 11.15 Uhr lädt der Hoyerswerdaer Kunstverein mit der Berliner Schauspielerin Ines Burdow. Im Schloss gestaltet sie eine szenische Lesung der Erinnerungen „Liebe im Exil“ der US-amerikanischen Schriftstellerin Edith Anderson. Diese wurde 1915 in New York geboren, folgte 1947 ihrem Mann, dem späteren Cheflektor des Aufbau-Verlages, nach Berlin und starb dort 1999. Sie wurde durch Kinder- und Jugendbücher bekannt.

Ihre Erinnerungen „Liebe im Exil“ erschienen 1999 in englischer und 2007 in deutscher Sprache. Die Neue Zürcher Zeitung schrieb: „Über die DDR ist viel gesagt und geschrieben worden, noch selten mit so viel sprühendem Witz, boshafter Ironie und abgründiger Melancholie wie von der Amerikanerin Edith Anderson.“ Die Autorin erinnert sich an Begegnungen mit der gesamten Kulturszene der frühen DDR. „Edith Andersons Erinnerungen sind gleichermaßen Liebes-, Lebens- und Kulturgeschichte der Jahre von 1947 bis 1958. Kühl, lebhaft, ironisch und selbstironisch.“ Prägnant, knapp, witzig gibt Ines Burdow sie wieder. Sie verzaubert durch ihre Alt-Stimme als Sprecherin im Kulturradio von ARD und ZDF, als Schauspielerin am Berliner Ensemble, an der Volksbühne, jüngst mit Karin Düwel und Nicole Janze. Alle Literatur- und Theaterfreunde sind zu diesem anregenden, inhaltreichen Sonntagvormittag herzlich willkommen, so Vereinsvorsitzender Martin Schmidt.

(red/dh)