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Literatur
Eine Kindheit in einer Neonazi-Familie

Bautzen. Lisa Lasch liest im Bautzener Burgtheater aus Heidi Benneckensteins Buch „Ein deutsches Mädchen“.

Die Schauspielerin Lisa Lasch wird mit ihrer Lesung am Sonntag, 4. Februar, im Burgtheater einen Einblick in ein vielbeachtetes, autobiografisches Buch geben: „Ein deutsches Mädchen“ von Heidi Benneckenstein, erschienen 2017 bei Tropen.

„Bis ich 18 war, kannte ich fast nur Nazis“ – Heidi Benneckenstein rutschte nicht irgendwann in die rechtsextreme Szene ab; sie wurde in eine bayrische Neonazi-Familie hineingeboren und zu einer Rassistin und Antisemitin erzogen. Sie schaffte den Ausstieg aus der Szene und schrieb das Buch „Ein deutsches Mädchen“.

Laut dem Deutsch-Sorbischen Volkstheater verlebte die Autorin bereits in sehr jungen Jahren ihre Ferien in Lagern der „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ), unter anderem auch in Görlitz. Ihr erster Freund war ein rechtsradikaler Musiker aus Bautzen und ihr Vater betreibt bei Niesky ein Feriendorf, auf dessen Gelände seit Jahren rechtsextremistische Veranstaltungen stattfinden.

Die Lesung mit Lisa Lasch im Burgtheater Bautzen, Ortenburg 7, in der Reihe Lausitzer Literatur-Vormittag beginnt am 4. Februar um 11 Uhr. Nähere Infos unter 03591 584286 oder www.theater-bautzen.de.