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Hoyerswerda
Ein Freund der Künste und der Menschen

Hoyerswerda. Martin Schmidt prägt seit mehr als fünf Jahrzehnten das kulturelle und politische Leben in Hoyerswerda mit. Heute wird er 80.

(cw/skl) Martin Schmidt ist ein Mann, dessen Name nicht nur in Hoyerswerda jeder kennt, der auch nur einen Hauch Interesse an den schönen Künsten, an Literatur, Musik und bildender Kunst hat. Seit über fünf Jahrzehnten wirkt der studierte Theologe und Diplom-Ökonom so unermüdlich für eine lebenswerte kulturvolle Stadt, dass sein Engagement noch weit über die Grenzen von Hoyerswerda in ganz Sachsen und gar international bei namhaften Schriftstellern, Wissenschaftlern und Denkern bekannt ist. Insofern ist der Wahl-Hoyerswerdaer also ein Botschafter seiner Stadt. Am heutigen Samstag feiert Martin Schmidt seinen 80. Geburtstag.

Zusammen mit seiner Frau Helene gründete er 1965 den Freundeskreis Kunst und Literatur. Dieser war damals und ist bis heute als Kunstverein ein wichtiger Ort des geistigen Austausches, der Horizont­erweiterung und somit ein Stück Lebensqualität für diese Stadt. Das Schmidt-Ehepaar wirkt bis heute als Bewahrer des Erbes von Schriftstellerin Brigitte Reimann.

Nach den politischen Umbrüchen von 1990 übernahm Martin Schmidt kommunalpolitische Verantwortung, wurde Dezernent für Schulen, Kultur, Soziales im Rathaus. Später baute er das Bildungswerk für Kommunalpolitik Sachsen (BKS) mit auf; sein Thema: die Gestaltung der neuen Demokratie. Trotz seines Alters engagiert er sich bis heute als streitbarer Stadtrat seiner Partei, der CDU.  

Viele weitere Dinge wären über den Bundesverdienstkreuz-Träger und den Träger der Günter-Peters-Ehrennadel zu sagen. Die LAUSITZER RUNDSCHAU bat einige Mitstreiter, Freunde und Weggefährten um ihre ganz persönlichen Reflexionen. Ursula Philipp folgte Martin Schmidt in der Aufgabe des Geschäftsführers des BKS, Thomas Delling als Bürgermeister für Soziales. Die Lehrerin Angela Potowski streitet mit den Schmidts für die Erinnerung an Brigitte Reimann und Superintendent i.R. Friedhart Vogel schätzt Schmidt besonders für sein Engagement für das Johanneum.