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Theater
Märchen-Premiere am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen

Lustig geht es in dem Märchen „Die verzauberten Brüder“ zu. Zu dem Theatererlebnis für die ganze Familie wird in Bautzen erstmals für den 25. November 2017 eingeladen.
Lustig geht es in dem Märchen „Die verzauberten Brüder“ zu. Zu dem Theatererlebnis für die ganze Familie wird in Bautzen erstmals für den 25. November 2017 eingeladen. FOTO: Miroslaw Nowotny / Volkstheater Bautzen
Bautzen. „Die verzauberten Brüder“ von Jewgeni Schwarz ist am Sonnabend, 25. November 2017, erstmals im großen Haus des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen zu erleben. Zur Premiere werden auch Kostüme – vor allem für Kinder – verkauft.

Auf dem Spielplan des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen steht am Sonnabend, 25. November, 17 Uhr die Premiere des Weihnachtsmärchens: Das russische Märchen „Die verzauberten Brüder“ von Jewgeni Schwarz wird in der Inszenierung von Stefan Wolfram gezeigt.
Die Hexe Baba Jaga ist raffgierig, selbstverliebt und eifersüchtig. Sie lebt in ihrem berühmten Hexenhaus, das auf Hühnerbeinen umherstolziert. Sie hat zwei Söhne der guten Wassilissa gekidnappt und in Birkenbäume verwandelt. Auf der Suche nach den beiden trifft Wassilissa nicht nur die von Baba Jaga schikanierten Tiere Hund, Katze, Bär, sondern auch ihren kleinsten Sohn Iwanuschka, der im Zauberwald laut pfeifend seine Brüder suchend den Helden mimt. Nur gemeinsam gelingt es ihnen, Baba Jaga zu besiegen und die verzauberten Brüder zu erlösen.
Fast ausschließlich in der Zeit des Stalinismus wirkte der 1896 geborene und 1958 gestorbene Jewgeni Schwarz. Er benutzte seine Märchenstücke, um die gesellschaftlichen Verhältnisse seiner Zeit anzuprangern. Eine politische Botschaft ist laut dem Bautzener Theater auch heute noch aus „Den verzauberten Brüdern “ herauszulesen: Es ist eine Hommage an die Mutterliebe, die alle Mächte des Bösen besiegt. Es ist ein Plädoyer für Freundschaft und Mitgefühl, für den Wert der Gemeinschaft. Ein Märchen über Schwäche und Stärke, Angst und Mut und darüber, wie wir nur gemeinsam die Welt verändert werden kann.
Und dieses Märchen steckt voller lustiger Momente. Die Inszenierung von Stefan Wolfram in der Ausstattung von Katharina Lorenz und mit der Musik von Tasso Schille setzt genau auf diese Stärken des Stückes. Und das spielfreudige Schauspielerensemble agiert in diesem Sinne. Ein wirklich schönes Theatererlebnis für die ganze Familie.
Bereits ab 16 Uhr, in der Pause der Vorstellung und nach dieser bietet der Förderverein des Theaters Märchenkostüme an.Wie er mitteilt, sind besonders viele Kostüme für Kinder im Angebot.

(dh)