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| 01:12 Uhr

Kuh-Glück im modernisierten Stall

Wittichenau.. Dass „glückliche“ Kühe die beste Milch geben – ist nicht nur so eine Redensart. Die Bauern der Region wissen sehr genau, wie wichtig das Wohlbefinden ihrer Tiere ist, damit sie auch eine gute Leistung von ihren Vierbeinern „ernten“ können. Foto: Catrin Würz


Die Wittichenauer MKH Agrarprodukte GmbH hat deshalb in den vergangenen Monaten richtig Geld in die Hand genommen, um ihren Stall in Dubring zu modernisieren. Zirka 100 000 Euro wurden hier für den Umbau investiert.
Keine Milchkühe, dafür aber Mutterkühe, Kälber, Färsen und Jungrinder werden hier über die kalte Jahreszeit eingestellt. „Wir haben größere Liegeboxen und die Möglichkeit für Tiefstreu geschaffen“ , erklärt Geschäftsführer Gerhard Kockert. Tiefstreu - das bedeutet, dass die Kühe auf einer dicken Schicht Stroh liegen - gut gegen Kälte und allerlei Krankheiten. Auch komfortablen Platz werden die Tiere künftig haben, die in den Ställen übrigens nicht angebunden sind, sondern sich frei bewegen können. Jedem Rind stehen sieben Quadratmeter zu.
Insgesamt 550 Tiere werden in den zwei Großställen in Dubring überwintern. Noch steht allerdings ein Großteil auf den Weiden des Landwirtschaftsunternehmens. „Das sind unsere rund 200 Mutterkühe, die uns jedes Jahr ein Kälbchen liefern“ , erklärt Gerhard Kockert. Ab Mai und Juni, wenn die Kälbchen auf die Welt kommen, verbringen sie die ersten Lebensmonate in trauter Gemeinsamkeit mit der Mutter auf der grünen Weide in perfekter Harmonie. „Das ist dann gleichzeitig auch ein Beitrag zur Erhaltung der Kulturlandschaft“ , betont Geschäftsführer Kockert. „Wir Bauern sehen diese Aufgabe als eine Einheit. Die Fleisch- und Milchproduktion auf der einen Seite, den Beitrag zur Landschaftspflege auf der anderen.“
Dass der eingeschlagene Weg der richtige ist, davon ist Gerhard Kockert überzeugt. Die neue, noch tierfreundlichere Stallhaltung verspricht größere Zuwächse und weniger Krankheiten bei den Tieren. Vier Mitarbeiter und ein Lehrling haben die Ordnung und Sauberkeit und das Wohlbefinden der Tiere ständig im Blick.
„Das ist eine absolut artgerechte Haltung für unsere Tiere“ , sagt der Wittichenauer Agrarfachmann. Denn Kockert ist überzeugt: „Artgerecht kann auch eine Haltung in Großanlagen sein.“ So wie im Stall von Dubring. (cw)