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| 01:06 Uhr

Kühles Nass statt Silvesterkater

Neuwiese.. Annerose Petrick ist keine, die am Neujahrsmorgen nur hinterm Herd steht und den Karpfen vorbereitet. Die Frau aus Neuwiese will mehr und traut sich mehr. Am ersten Tag des Jahres 2005 wagte sie sich in die eiskalten Fluten der Schwarzen Elster. Thomas Köhler

Gemeinsam mit sieben tapferen Männern begrüßte sie das neue Jahr mit einem beherzten Sprung ins kalte Nass.
Eisbaden an Neujahr hat in Neuwiese Tradition. Zum 16. Mal ging das Spektakel in diesem Jahr über die Bühne. Und regelmäßig wird dann das Elsterufer von bewundernd-amüsierten Schaulustigen gesäumt.
Annerose Petrick hat sich als erste Frau ins klapperkalte Wasser gewagt. Sie wollte den Männern in Nichts nachstehen. Immerhin ist das Eisbaden so etwas wie Familientradition. Schließlich haben Ehemann Egbert Petrick und sein Bruder Klaus den Brauch 1990 mit ins Leben gerufen. „Als regelrechte Schnapsidee ist dieses Vorhaben damals in der Silvesternacht auf dem Neuwieser Saal entstanden“ , erzählt Klaus Petrick. Die Wende war für die 1990 damals vier-köpfige Truppe auch ein Anlass, etwas Skurriles einzuführen: „Es begann ja eine neue Zeit. Da mussten wir doch auch etwas dazu beitragen“ , erinnert sich Egbert Petrick.
Die Männer haben schon eisige Zeiten hinter sich. Zu Neujahr 2003 zeigte das Thermometer minus 17 Grad. Damals konnten nicht einmal Eisschollen die hartgesottenen Neujahrsbader aufhalten.
Nach so viel Mut gab es natürlich auch in diesem Jahr wieder eine Belohnung: Bei Familie Fabian wärmten sich die Eisbader nach ihrem Wassergang mit Glühwein und leckeren Pfannkuchen wieder auf.