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| 20:15 Uhr

Veranstaltung
Kuchenparade: „Was für ein unglaublich schöner Anblick“

Die gebürtige Görlitzer Schlagersängerin Angelika Martin, sozusagen der Local Hero des sonntäglichen Veranstaltungsprogramms, sorgte mit ihren Songs für euphorische Stimmung unter den Besuchern.
Die gebürtige Görlitzer Schlagersängerin Angelika Martin, sozusagen der Local Hero des sonntäglichen Veranstaltungsprogramms, sorgte mit ihren Songs für euphorische Stimmung unter den Besuchern. FOTO: Rainer Könen
Steinnitz. Bei sommerlichem Wetter zieht das 24. Steinitzer Pfingstfest wieder zahlreiche Besucher an. Von Rainer Könen

Als am Sonntagnachmittag im Festzelt der Radetzkymarsch erklang, schnellten einige Besucher von ihren Bänken hoch und eilten zur Kuchentheke. Um auf die Teenager und Frauen zu warten, die Selbstgebackenes präsentierten, welches kurz darauf zum Verkauf angeboten wurde. „Was für ein unglaublich schöner Anblick“ freute sich da auf der Bühne Moderator Martin Stier. Grinsende Gesichter bei den zahlreichen Besuchern. Meinte er die hübschen jungen Damen oder die hochkalorischen Leckereien?

Auf jeden Fall bildete sich wenig später eine Schlange an der Kuchentheke. Wollten offensichtlich etliche auch ihren abgefallenen Zuckerspiegel wieder in die Höhe zu bringen.
Wenn der bekannte Marsch beim Steinitzer Pfingstfest erklingt, wissen langjährige Besucher, dass die sogenannte Kuchenparade ansteht. Damit wird auch das ehrenamtliche Engagement der weiblichen Helfer des Steinitzer Jugendklubs gewürdigt, die ja nicht nur die süßen Leckereien bereitstellen, sondern mit helfen, dass dieses Fest allen Gästen positiv in Erinnerung bleibt.
Mit Kaffee und Kuchen konnte man sich also für das sonntägliche Nachmittagsprogramm des 24. Steinitzer Pfingstfestes stärken. Das ja, so ist das in dem Lohsaer Ortsteil zu einer guten Tradition geworden, von mehr oder minder bekannten Promis gestaltet wird. Bei sommerlichem Wetter war die Atmosphäre bei den rund 500 Besuchern im Festzelt bestens.
Wenn man so will, ist der Stimmungspegel an diesem Sonntagnachmittag natürlich auch so eine Art Gradmesser für die Organisatoren. Haben sie die richtigen Promis eingeladen? Stimmt das Programm?

Auch in diesem Jahr lag die Steinitzer Jugend bei der programmatischen Gestaltung des Pfingstfestes richtig. „Wir bekommen nach den Festen häufig Tipps und Anregungen, wen wir mal einladen sollten“, so Steffen Münster, der Vereinschef des Steinitzer Jugend.

In diesem Jahr hatte man neben Angelika Martin, einer Schlagersängerin aus der Oberlausitz, mit Anna Maria Zimmermann ein Schlagersternchen eingeladen, welches bei der bekannten RTL-Fernsehshow „Deutschland sucht den Superstar“ dabei war. Und natürlich durfte auch herzhaft gelacht werden. Martin Lueker bot eine amüsante Heinz-Erhard-Show.
Bevor Lohsas Bürgermeister Thomas Leberecht das Festwochenende mit dem Bierfass-Anstich offiziell eröffnete, zeigten am Freitag fünf Wehren der Gemeinde, was sie im Löschangriff alles drauf haben. Besonders flott war die Driewitzer Wehr, die den ersten Platz belegte. Für die musikalische Unterhaltung war an diesem Abend die Bautzener Band „Jolly Jumper“ zuständig.

Vor dem Start der Kuchenparade: Hier werden einige der hochkalorischen Leckereien präsentiert.
Vor dem Start der Kuchenparade: Hier werden einige der hochkalorischen Leckereien präsentiert. FOTO: Rainer Könen

Steffen Münster erzählte, dass in diesem Jahr auch die ganz Kleinen auf ihre Kosten gekommen waren. So habe man zum ersten Mal ein Kinderfest mit einem Kinderflohmarkt ins Programm aufgenommen. Münster: „Ist super angekommen.“ Logisch, dass es im nächsten Jahr eine Fortsetzung geben wird.

Fußball unter Wettbewerbsbedingungen bot am Samstag die SpVgg Lohsa. Der Fußball-Kreisligist trug das Nachholspiel gegen Nebelschütz auf dem Steinitzer Sportplatz aus. Verlor diese Partie aber mit 1:2.  Ach ja, das Fußballturnier, das ist beim Pfingstfest ebenfalls ein fester Bestandteil des Programms. Vier Teams machten mit, es gewann die Spielgemeinschaft Lohsa-Weißkollm.
Rund 60 Helfer hatte der Steinitzer Jugendklub wieder in diesem Jahr aktivieren können. „Wir brauchen aber auch so viele Leute“, meinte Steffen Münster. Damit alles reibungslos ablaufen könne. Der Schlaf kommt für die Organisatoren während des dreitägigen Pfingstfestes immer zu kurz. „Sind wir aber gewöhnt“, meint Münster. Und überhaupt, immer noch besser als an Pfingsten in irgendeinem Superstau auf der Autobahn zu stecken.
Im kommenden Jahr steht ein Jubiläum ins Haus. Da feiert der knapp 350 Einwohner zählende Lohsaer Ortsteil das 25. Pfingstfest. Da könne man sich, so Vereinschef Münster, sicher auf die „ein oder andere Überraschung“ freuen.