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Kubering 42 – einfach viel mehr als ein Kummerkasten

Christin Steinborn (links) und Tina Götze freuen sich schon auf die Eröffnung.
Christin Steinborn (links) und Tina Götze freuen sich schon auf die Eröffnung. FOTO: Heinz Hirschfeld/hir1
Bernsdorf. Hinter dem Projektnamen "Kube 42 – lokal aktiv" verbirgt sich eine Location im Fritz-Kubering, dem mit 1300 Einwohnern größten Bernsdorfer Wohngebiet. Es ist demnach auch ein sozialer Brennpunkt, denn mehrere Nationalitäten leben dort zusammen, dezentral knapp 100 Flüchtlinge. Heinz Hirschfeld/hir1

"Unsere Einrichtung im Kubering 42 soll mehr als ein Kummerkasten für Menschen mit Problemen sein. Vielmehr soll sie Netzwerkarbeit für diejenigen leisten, die Probleme bei der Integration haben", erzählt Christin Steinborn. Gemeinsam mit Tina Götzewird sie das Objekt leiten. "Bei diesem brandneuen Projekt ist es uns gelungen, die finanziellen Fördertöpfe der EU anzuzapfen. Außerdem konnten wir die Bernsdorfer Wohnungsbaugesellschaft davon überzeugen, dass dieses neue Projekt notwendig ist. Sie hat uns mit der Bereitstellung einer Wohnung dafür unterstützt", sagt Bernsdorfs Bürgermeister Harry Habel.

Vor vielen Monaten gab es in in diesem Bernsdorfer Viertel eine Umfrage zum Leben im Kubering. Was gefällt, was nicht, was müsste unbedingt noch hin? Das waren die Themen. Die Bernsdorfer haben gut mitgearbeitet, sodass die Stadtverwaltung reagieren und die Probleme packen konnte. So wurde im Kubering bereits mit dem "Nettes Lädchen" eine alternative Einkaufsmöglichkeit geschaffen. Auch das neue Projekt "Kube 42 - lokal aktiv" gehört dazu, denn damit soll ein Beitrag zur Verbesserung des Wohnumfeldes getan werden. Das Projekt soll ebenso ein Bindeglied zur Stadtverwaltung werden. Desweiteren soll eine enge Zusammenarbeit zum Mehrgenerationenhaus der Stadt gepflegt werden. Damit eine bessere Integration fremder und schüchterner Menschen gelingt, sollen im Kubering 42 auch mal Vereine die Möglichkeit haben, sich vorzustellen, und auf Fragen der Bürger zu antworten.

Auch ganz praktische Lebenshilfe beim Besorgen und dem richtigen Ausfüllen von Formularen soll es geben. "Bei allen Aktivitäten wird immer Ziel sein, dass sich die im Kubering lebenden Menschen wohl fühlen", so die beiden Frauen vor Ort, für die es ab heute ernst wird.

Doch bevor es im Kubering 42 richtig los geht, wollen sich Christin Steinborn und Tina Götze am heutigen Samstag, ab 15 Uhr, vor Ort allen Interessenten vorstellen, und etwas über ihre Erwartungen und Wünsche in ihrer zukünftigen Tätigkeit erzählen. "Das Ganze wird wichtig sein, doch es soll nicht bierernst, sondern im gemütlichen Plauderstil samstagnachmittags bei bester Bewirtung ablaufen", versichern Christin Steinborn und Tina Götze.