Anlässlich des kroatischen Unabhängigkeitstages hat die Republik Kroatien am Dienstag Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in die Krabat-Milchwelt nach Kotten eingeladen. Unter anderem ist auch Kroatiens neuer Außenminister Gordan Grlic Radman in der Lausitz gewesen.

Hintergrund des Besuchs in der Region ist Krabat. Der gebürtige Kroate und Reiterobrist, der 1704 in Wittichenau beigesetzt worden ist, soll auch beim Thema Tourismus für mehr Zusammenarbeit zwischen Sachsen und Kroatien sorgen. Grlic Radman besuchte am Vormittag erst eine Messe in Ralbitz, anschließend Krabats Grab in Wittichenau.

Sachsens Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) sagte, Sachsen erinnere sich sehr deutlich an die Tapferkeit und Klugheit des echten Krabat, der auf deutsch Johann Schadowitz und auf kroatisch Janko Sajatovic geheißen hatte. Zudem hätten Sachsen und Kroatien mit dem Zusammenbruch des Kommunismus jeweils ihre Erfahrungen beim Freiheitskampf gemacht. Jedoch, so schränkte Rößler ein, Sachsen habe diese Erfahrungen im Gegensatz zu den Kroaten friedlich machen können. Ziel sei es, zwischen dem Freistaat und dem jüngsten EU-Mitglied weitere Brücken zu bauen – wirtschaftlich und auch touristisch.

Kroatiens Außenminister Grlic Radman – zuvor Botschafter in Deutschland – betonte, Kroatiens Ziel sei es, Teil des Euro-Raumes zu werden. Ab 1. Januar 2020 hat Kroatien die EU-Ratspräsidentschaft inne.