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Kreativ werden im "Hexenhaus"

Anke Renner (M.) lädt an den Wochenenden ins Café "Martha" in der Gartenstadt Lauta-Nord zu Kaffee und Kuchen ein.
Anke Renner (M.) lädt an den Wochenenden ins Café "Martha" in der Gartenstadt Lauta-Nord zu Kaffee und Kuchen ein. FOTO: Anja Guhlan/ang1
Lauta. Das Café "Martha" in der Gartenstadt Lauta-Nord wird ab morgend jeweils am ersten Samstag des Monats zu einem Kreativ-Café. Kunstschaffende und andere Kreative können ihre Werke bei Kuchen und Kaffee präsentieren. Anja Guhlan / ang1

Mit dem Café "Martha" hat sich die Lautaerin Anke Renner einen Ort geschaffen, an dem die Zeit stehen zu bleiben scheint und an dem sie sich selbst am wohlsten fühlt. Seit November 2016 kehren vor allem an den Wochenenden Gäste in ihr kleines, aber feines Café ein, um den selbst gebackenen Kuchen und eine heiße Tasse Kaffee zu genießen. "Das Café ist wirklich gut angelaufen", zieht Anke Renner ein Zwischenfazit.

Ein Café in dem rund einhundert Jahre alten Objekt unmittelbar am Stadtpark Lauta, das vielen Lautaern als "Hexenhaus" bekannt ist, einzurichten, war Anke Renners Traum. Diesen hat sich die 55-Jährige erfüllt, indem sie das Objekt im Jahr 2014 kaufte, liebevoll sanierte und als Café herrichtete. Diesem gab sie den Namen ihrer Großmutter Martha: "Sie hat immer so viele und schöne leckere Kuchen backen", erklärt Anke Renner, die nahezu dieselben Rezepte wie aus Großmutters Zeiten verwendet. Ob Erdbeerkuchen, Eierschecke oder die kalorienreiche Himmelstorte - Anke Renner backt selbst.

Die historische Einrichtung im Café hat die 55-Jährige liebevoll zusammen gesammelt und aufgearbeitet. Auf der Außenfläche laden Sitzgruppen im Sommer zum Verweilen ein.

Die neueste Idee: Kreative sollen in dem Café eine Plattform bekommen, um sich und ihre Kunst beziehungsweise ihr Kunsthandwerk vorzustellen. Gäste können dabei selbst kreativ werden. Den Probelauf absolvierte Anke Renner am vergangenen Wochenende mit drei Frauen aus der Stadt. So luden Sylke Kasper als Hobbynäherin, Irmgard Heyne am Spinnrad und Bianka Stark mit Tonarbeiten zum Mitmachen ein.

Anke Renner möchte, dass sich das Kreativ-Café zu einer regelmäßigen Veranstaltung entwickelt. An jedem ersten Samstag im Monat soll sie stattfinden - so auch am Samstag, 1. Juli. Zwischen 14 und 18 Uhr wird kräftig gefilzt. So können Besucher täuschend echte Mohnblüten oder andere Kleinigkeiten filzen. "Und der Genuss kommt auch nicht zu kurz, denn wie immer gibt es leckeren selbst gebackenen Kuchen", verspricht Anke Renner.

Das Café "Martha" an der Nordstraße hat immer samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.