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| 22:10 Uhr

Krampf, Nervosität und Fehler – und ein klarer Sieg zum Auftakt

Bärenstark: Nina Dybowski brachte neun Bälle im Tor unter.
Bärenstark: Nina Dybowski brachte neun Bälle im Tor unter. FOTO: wml1
Die Handballdamen des SC Hoyerswerda haben zum Saisonstart mit der Reserve des Bundesligateams aus Zwickau einen schweren Brocken erwartet. Ganze sieben Feldspielerinnen und nur eine Torhüterin machten sich jedoch lediglich auf die Reise ins BSZ. Mit leeren Händen traten die Gäste die Heimfahrt an. K. Herzer

Sachsenliga, Frauen. Die jungen Zwickauerinnen starteten zunächst unbeeindruckt und brachten die noch nicht wache SC-Deckung in arge Bedrängnis. Zu inaktiv das Agieren der Gastgeberinnen. Und im Angriff wurden reihenweise Chancen herausgespielt, aber unkonzentriert vergeben. So plätscherte das Spiel bis zur 15. Minute dahin. Dann bekam Nina Dybowski eine Zeitstrafe und weil Laura Rosemann diese Entscheidung nicht gefiel, durfte auch sie auf der Bank Platz nehmen. Die verbliebenen Vier machten aber ihre Sache gut. In der doppelten Unterzahl ließen sie keinen Treffer zu. Michi Rau im Tor trug großen Anteil daran.

Kaum wieder vollzählig auf dem Platz, gingen die Gäste im Abstand von je sieben Sekunden mit drei Spielern in die Strafpause. Nun sollte doch endlich der SC-Express ins Rollen kommen. Aber was nun in diesen zwei Minuten in einer Überzahl mit drei Spielern geschah, das ist mehr als peinlich. Zwei Mal verloren die SC-Frauen im Angriff den Ball und dann noch ein Fehlabspiel - da war die Überzahl dahin. Dies bleibt hoffentlich ein Einzelfall, zeigt es aber doch, dass auch so eine gut eingespielte Truppe mit einer hohen Nervosität in die Saison gestartet ist.

Nach dieser unruhigen Zeit kamen die SC-Frauen besser ins Spiel. 5:4 Mandy Sowa, 6:4 Claudia Rasch, dies war einfach wichtig für das Team. Nach dem Anschlusstreffer trafen nochmals Claudia Rasch und Nina Dybowski, was eine erstmalige Dreitoreführung zum 8:5 bedeutete. Die Gäste verkürzten postwendend, aber danach zeigten die Hoyerswerdaerinnen, dass ihr Torinstinkt doch noch nicht verloren gegangen ist. Sechs Treffer in Folge, alles schnell herausgespielte Tore, das brachte wieder Ordnung in ihr Spiel.

Im zweiten Abschnitt legten die Hoyerswerdaerinnen deutlich zu und zogen Tor um Tor bis auf 26:12 davon. Am Ende stand dann doch noch ein 30:19-Sieg zu Buche. Krampf, Nervosität und Fehler - das waren die drei Schlagwörter, die es nun noch zu bekämpfen gilt.

SC Hoyerswerda: M. Rau, L. Schmidt (beide Tor), L. Schimank (3), M. Sowa (5), J. Mummert (1), K. Dreihardt (3), M. Jokusch (3/1), C. Rasch (2), L. Rosemann (5/2), Ch. Schöps, N. Dybowski (8/1).