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Kraft tanken in der Lausitz

Die Gäste aus Weißrussland erleben dank der Initiative des Lautaer Tschernobyl-Vereins mit seinem unermüdlichen Bernsdorfer Aktivposten Frank Neumann, vier erholsame Ferienwochen in der Lausitz und der Region. Dazu gehört ein Besuch im Lausitzbad.
Die Gäste aus Weißrussland erleben dank der Initiative des Lautaer Tschernobyl-Vereins mit seinem unermüdlichen Bernsdorfer Aktivposten Frank Neumann, vier erholsame Ferienwochen in der Lausitz und der Region. Dazu gehört ein Besuch im Lausitzbad. FOTO: U. Herzger (uhz1)
Bernsdorf/Lauta. Tschernobyl steht als Synonym für eine riesige Katastrophe in der Geschichte der Atomenergie. Die Folge waren Tod und Krankheit. Ulrike Herzger / uhz1

War die Hilfsbereitschaft durch Unternehmen, soziale Einrichtungen, Schüler und Privatpersonen in den ersten Jahren nach dem Katastrophenunfall noch sehr hoch und in den Spenden umfangreich, so ist die diesbezügliche Unterstützung inzwischen leider stark zurückgegangen. Diese Entwicklung kennt Frank Neumann aus eigener Erfahrung. Denn der Bernsdorfer ist hier in der Hoyerswerdaer Region ein unermüdlicher Aktivposten. Damit die Hilfe für die Kinder von Tschernobyl aufrechterhalten bleiben kann, geht er ab Februar auf intensive Sponsoren-Suche. Nachdem der Kamenzer Verein seit diesem Jahr nicht mehr zusammenhält und auch Hoyerswerda passiv ist, engagiert sich der über 60-Jährige zusammen mit dem Lautaer Verein. "Leider können wir zahlenmäßig nicht mehr so helfen wie früher, als oft über zwanzig Kinder eingeladen werden konnten, weil es dementsprechend viele Gasteltern und auch engagierte Lehrer gab", muss Neumann eingestehen. Dabei haben die Aufenthalte viel bewirkt. Die Gesundheitsergebnisse verbesserten sich, Kraft wurde getankt.

"Glücklicherweise gibt es aber immer noch Firmen, Unternehmen und Einrichtungen sowie Privatpersonen, die unsere Initiativen unterstützen, wenn sie durch uns Vereinsmitglieder unmittelbar angesprochen werden, wofür wir sehr dankbar sind. Bürgermeister Habel hat stets ein offenes Ohr. Seit einigen Jahren gehört der Hoyerswerdaer Lionsclub zu unseren treuen Partnern, der uns nun bereits das dritte Jahr in Folge einen kostenlosen Lausitzbad-Besuch sponsert, einschließlich Abholung aus Bernsdorf mit Rückfahrt sowie das Mittagessen mit Getränken. Als herzliche Geste empfanden wir, dass uns der Präsident des Lions clubs Rainer Warkus bei unserer Ankunft im Lausitzbad empfangen hat und sich alle gleich willkommen fühlten", schaute Frank Neumann auf die Begegnung zurück. Denn seit dem 27. Juli hat der Lautaer Tschernobyl-Verein neun Personen zu Gast, wobei die Bungalows des Bernsdorfer Karnevalvereins genutzt werden dürfen. Die Mädels sind zwischen 14 und 17 Jahre. Noch bis zum 27. August werden die Gäste aus Weißrussland in der Lausitz beherbergt. Gemeinsam besuchen sie den Saurierpark, den Findlingspark Nochten, Moritzburg und das Wildgehege, den Zoo Dresden und die Festung Königsstein.