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| 14:18 Uhr

Lauta
Kostenexplosion bei Laubuscher Schulsanierung

Lauta. Der Umbau der Grundschule wird teurer als geplant. Eine Sondersitzung des Stadtrates ist für Montag einberufen.

Die bisher geplanten Kosten in Höhe von 5,4 Millionen Euro für die Sanierung der künftigen Grundschule am Laubuscher Markt werden nicht reichen. Lautas Bürgermeister Frank Lehmann spricht nun von einer „recht erheblichen Kostenerhöhung“. Um wie viel Euro es genau geht, da hält sich der Bürgermeister noch bedeckt. Jedoch wurde für Montag eine Sondersitzung des Stadtrates einberufen, damit entschieden werden kann, wie es weiter geht.

Die CDU-Fraktion des Stadtrates hat die Kostenschätzung, die auf Zahlen aus dem Jahr 2008 basiert, von Anfang an hart kritisiert. „Jetzt stellt sich heraus, dass wir in die richtige Richtung gedacht haben. Eigentlich haben wir noch zu kurz gedacht“, sagt Andreas Webe, stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Die CDU präferiert den Lösungsansatz, die Sanierungspläne an der Schule am Markt aufzugeben und auf die vorhandene Schule am Freibad zu setzen. Günter Schmidt, Fraktion Bürgerbewegung und Laubuscher Ortsvorsteher, will an den Plänen der Grundschulsanierung unbedingt festhalten: „In erster Linie geht es um das Wohl der Kinder. Und für diese sollten die besten Lernbedingungen geschaffen werden.  Zudem ist die Grundschulsanierung ein gutes Initial für die Wiederentwicklung der Infrastruktur.“   Die erhöhten Kosten waren laut Schmidt „zu erwarten“, denn alle Vorhaben im Bundesgebiet, die sich mit Rekonstruktionen beschäftigen, hätten den vorgesehenen Planansatz nicht erreicht. Dabei weist Hubert Förster, Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler, explizit darauf hin: „Ich habe damals in den Diskussionen genau die Frage gestellt, ob die 5,4 Millionen die maximale Kostenobergrenze sind. Nun sind die Kosten erheblich höher.“ Die Freien Wähler sehen noch Einsparpotenziale und befürchten, dass der Partner Elsterheide abspringen könnte, da auch für diese Gemeinde laut einer Finanzierungsvereinbarung die Kosten ansteigen. 

Bürgermeister Frank Lehmann schlägt vor, für die Mehrzahlungen weitere Fördermittel zu aquirieren. Zu der Angst, dass die Elsterheide abspringen könnte, sagt Lehmann: „Wir haben uns mit der Elsterheide verständigt und diese will weiterhin mitziehen.“

 Am Montag, 23. Juli, ab 18 Uhr soll in der Sondersitzung des Stadtrates im Lautech im Großen Sitzungssaal, die auch für die Bürger öffentlich ist,  eingehend informiert und diskutiert werden. Lehmann hofft, dass es zu einer gemeinsamen Entscheidung und Lösung kommt.

Andreas Weber von der CDU hält den  Termin der Sondersitzung indessen für einen „äußerst ungünstigen Zeitpunkt“: ,,Wir befinden uns mitten in der Ferien- und Urlaubszeit. Für so eine wichtige Entscheidung bleibt daher kaum Zeit für ausgiebige Absprachen.“ Einige Räte werden wegen ihres Urlaubes nicht an der Sondersitzung teilnehmen können.

(ang)