Sie hat sowohl Konrad Zuse als auch das nach ihm benannte Zuse-Computermuseum in Hoyerswerda intensiv kennengelernt. Seit mehr als 20 Jahren unterstützt Dr. Ursula Spranger-Göhler die Entwicklung der Einrichtung und hat ihr wichtige Unterlagen und Erinnerungen überlassen.
Die 82-Jährige ist die Ehefrau von Bernhard Göhler (1928 bis 2015), der mit dem DDR-Computerpionier Nikolaus Joachim Lehmann (1921 bis 1998) über viele Jahre an der Technischen Hochschule Dresden zusammengearbeitet hat. „Frau Spranger-Göhler ist eine wichtige Zeitzeugin für unser Zuse-Computermuseum. Sie stand und steht dem Museum immer mit Rat und Tat zur Seite“, würdigt Bürgermeister a.D. Thomas Delling die Preisträgerin der diesjährigen Konrad-Zuse-Plakette.
Ursula Spranger-Göhler hat dem Hoyerswerdaer Zuse-Computermuseum den Nachlass ihres Mannes zur Verfügung gestellt. Er enthalte viele wissenschaftlich interessante Dokumente zur Entwicklung der Informatik in der DDR. Ihr Pionier Nikolaus Joachim Lehmann ist Lausitzer und stammt aus der Nähe von Radibor.

Zuse-Plakette wird seit 2001 regelmäßig verliehen

Die 82-Jährige ist nun die erste Frau in der 21-jährigen Geschichte der Verleihung der Konrad-Zuse-Plakette. Sie wird seit dem Jahr 2001 alle zwei Jahre vergeben. 2003 erhielt sie Alt-Bundespräsident Roman Herzog (1934 bis 2017), im Jahr 2017 der frühere Hoyerswerdaer Oberbürgermeister Horst-Dieter Brähmig (1938 bis 2017), der maßgeblich im Zuse-Forum mitgewirkt hat.
Konrad Zuse (1910 bis 1995) war am 19. Mai 1995 zum Ehrenbürger Hoyerswerdas ernannt worden. Er verbrachte einige Jugendjahre in Hoyerswerda und legte 1928 in der Stadt sein Abitur ab.