Lastwagen-Kauf in Lauta: alles noch einmal von vorne. Der Stadtrat hat im Kräftemessen gegen die Stadtverwaltung nach rund fünf Monaten die Nase vorn. Die Kommunalaufsicht des Landkreises hat entschieden: Die Stadträte haben den Kauf eines Mitsubishi Fuso Canter für den Bauhof im Januar und Februar 2020 nicht absegnen müssen. Trotzdem wird das Thema für die Abgeordneten erneut auf die Tagesordnung kommen, denn: Das Fahrzeug wird gebraucht.

Stadtrat Lauta lehnt Lkw-Kauf zweimal ab

Was war passiert? Den Stadträten lag im Januar 2020 die Beschlussvorlage der Verwaltung vor, ein neues Fahrzeug für den Bauhof anzuschaffen. Kostenpunkt: 153 000 Euro, 17 500 Euro teurer als geplant. Das Problem: Die Mehrheit der Stadträte fühlt sich gezwungen, das einzig passende Angebot anzunehmen. Denn: Das zweite Fahrzeug, das der Verwaltung angeboten worden war, passt nicht ganz zur Ausschreibung. Nach längerer Diskussion lehnt der Stadtrat den Kauf mehrheitlich ab. Lautas Bürgermeister Frank Lehmann legt Einspruch ein. Die Verwaltung glaubt sich im Recht und befürchtet, dass der einzig passende Bieter jetzt rechtliche Schritte einleiten könnte, weil er trotz passenden Angebots nicht zum Zug gekommen ist.

Kommunalaufsicht muss wegen Lkw-Streit in Lauta entscheiden

Versuch Nummer zwei vier Wochen später: Doch auch im Februar lehnt der Stadtrat die gleiche Beschlussvorlage erneut ab. Gleiches Argument: Der Stadtrat hat bei dieser Wahl eigentlich gar keine Wahl. Denn: Es gibt bei den infrage stehenden Fahrzeugen nur eines, das den Vorgaben entspricht. Wieder legt Bürgermeister Lehmann Einspruch ein. Der Fall landet bei der Kommunalaufsicht des Landkreises in Bautzen. Der entscheidet nach einigen Wochen pro Stadtrat.
Jetzt hat die Verwaltung erneut ausgeschrieben. Die Änderung: Nun sucht Lauta nicht mehr nach einem Neuwagen, sondern nach einem jungen Gebrauchten. Die Hoffnung: mehr als ein Angebot, über das der Stadtrat dann abstimmen kann.