Das Thema Lkw-Kauf für den Lautaer Bauhof geht in die zweite Runde: Lautas Bürgermeister Frank Lehmann (parteilos) hat offiziell Widerspruch gegen die Entscheidung des Stadtrates eingelegt, der unter anderem wegen der gestiegenen Kosten gegen den Kauf gestimmt hatte. Das bedeutet: Die Entscheidung wird im kommenden Stadtrat Mitte Februar wieder auf der Tagesordnung stehen. Es kommt selten vor, dass ein Verwaltungschef zu diesem Mittel greift.

Bürgermeister: Rechtliche Bedenken

Lehmann begründet seine Entscheidung mit rechtlichen Zweifeln. Hintergrund: Die Stadtverwaltung hatte für den Kauf eines neuen Lastwagens – angedacht ist der Kauf eines Mitsubishi Fuso Canter für rund 153 000 – zwei Angebote erhalten. Beide waren jedoch kaum miteinander vergleichbar. Das hatte eine Mehrheit der Stadträte dazu gebracht, den Kauf mangels Alternativen und aufgrund der gestiegenen Kosten abzulehnen. Eigentlich waren nur 135 000 Euro im Lautaer Haushalt für das Fahrzeug vorgesehen.

Bürgermeister Lehmann hatte den Stadtrat bereits während der Sitzung am 20. Januar vor einer Ablehnung gewarnt. Es sei möglich, dass der Anbieter, der jetzt trotz eines gültigen Angebots nicht zum Zuge kommt, bei der Vergabekammer in Dresden gegen die Entscheidung klagt. Dessen Aussichten seien laut Stadtverwaltung wohl gut. Denn: Das Angebot sei zwar teurer als geplant, jedoch nicht wesentlich. Es handelt sich um etwa 17 000 Euro.

Der Lautaer Bauhof braucht dringend ein neues Fahrzeug. Der vorhandene MAN ist 25 Jahre alt und wird voraussichtlich nicht mehr durch den TÜV kommen. Deshalb will die Stadtverwaltung nun schnell ein neues Fahrzeug beschaffen.