Es hat 20 Jahre gedauert, bis Gerhard Gundermann durch die neue Schaltzentrale ansatzweise die Aufmerksamkeit in Hoyerswerda erhält, die er aufgrund seiner Musik verdient. Natürlich hat die Kulturfabrik, gemeinsam mit vielen anderen, das Erbe Gundermanns in Hoyerswerda nach seinem Tod immer hochgehalten. Irgendwie war Gundi nie weg – zumindest für Eingeweihte und der Kufa Nahestehende. Und trotzdem hat ein dauerhafter Anlaufpunkt gefehlt. Was nun wichtig ist: Die Schaltzentrale muss genutzt werden. Nicht nur von Fans, sondern auch vom Otto-Normal-Bürger. Gundermann wird zwiespältig gesehen in der Stadt. Was aber unstreitig ist: Er ist einer der wichtigsten Liedermacher der 1990er-Jahre in Deutschland. Ob man ihn mag oder nicht.