Die Frage ist nicht unberechtigt: Wieso neu bauen in Hoyerswerda, wenn Hunderte Wohnungen in der Stadt leer stehen? Dabei ist die Antwort wenig überraschend: Viele Mieter wollen nicht in einer normalen Plattenbauwohnung wohnen, sondern suchen etwas Besonderes. Genau dieses Segment können die beiden Hoyerswerdaer Großvermieter noch nicht umfänglich bedienen. Deshalb bauen sowohl Lebensräume als auch Wohnungsgesellschaft neu. Was dabei auffällt: Für jede neue Wohnung – selbst wenn sie bislang nur auf Zeichnungen existiert – gibt es umgehend eine Nachfrage. Deshalb sind die Großvermieter in einer Zwickmühle. Einerseits müssen sie neuen und attraktiven Wohnraum in Hoyerswerda schaffen und ein möglichst großes Portfolio an Varianten bereithalten. Andererseits müssen sie dafür sorgen, dass im kommenden Jahrzehnt weiterhin Plattenbauten abgerissen werden. Der Stadtumbau wird weitergehen – auch wenn es schmerzlich ist. Das Gute daran allerdings ist: Es werden – im Unterschied zur ersten Abrisswelle – neue Häuser dazukommen.