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| 17:13 Uhr

Bergbaufolgen
Kohletrübe-Brand bei Spreetal: Erstmals Riesenpumpe im Einsatz

Für die Mega-Pumpe des Technischen Hilfswerkes in Sachsen ist der Löscheinsatz bei Spreetal der erste Einsatz in Deutschland.
Für die Mega-Pumpe des Technischen Hilfswerkes in Sachsen ist der Löscheinsatz bei Spreetal der erste Einsatz in Deutschland. FOTO: Rocci Klein
Spreetal. Zwischen Spreetal und Schwarze Pumpe bringt das Technische Hilfswerk Sachsens mit Einsatzkräften aus Bautzen, Kamenz und Riesa derzeit eine Riesenpumpe zum Einsatz. Die Männer fluten mit 42 000 Litern Wasser pro Minute ein großes Absetzbecken, in das zu DDR-Zeiten die Kohletrübe aus der Braunkohleveredelung eingeleitet worden ist.

Die Rückstände aus der Brikettproduktion sind brandgefährlich. Seit zwei Tagen wüten hier Feuer, die sich  unterirdisch immer wieder entzünden und schwelen. 

Dutzende Feuerwehren sind in diesem ausgesprochen heißen und trockenen Sommer an der Altlast schon verzweifelt. Bisher ist es nicht gelungen, die Flammen dauerhaft zu ersticken. Mit der Mega-Pumpe, die Deutschland erstmals zum Einsatz kommt, wird der nächste Versuch unternommen. Das Fluten des Kohletrübe-Beckens wird sich noch viele Stunden, wenn nicht sogar Tage hinziehen, schätzen die technischen Helfer vor Ort ein.

Kohletrübe brennt zwischen Spreetal und Schwarze Pumpe. Die Rückstände aus der Brikettproduktion schwelen unterirdisch immer weiter.
Kohletrübe brennt zwischen Spreetal und Schwarze Pumpe. Die Rückstände aus der Brikettproduktion schwelen unterirdisch immer weiter. FOTO: Rocci Klein