Die Schlepperfreunde befürchten durch die Baustellenzufahrt unüberwindbare und langfristige Hindernisse für die Vor- und Nachbereitung und natürlich für die Durchführung ihres traditionellen August-Treffens. Schließlich ginge es ja auch nicht nur um ein Jahr Bauzeit, gab Theka zu bedenken.

Unterstützung erhielten die Schlepperfreunde unter anderen von Gemeinderat Peter Gutknecht (Freie Wähler). "Ich glaube gar nichts mehr", tat Gutknecht seine Meinung zu Zusagen der Bergbausanierer kund. Die Anlage der Bautrassen als Stichstraßen zum See würde das gesamte Gebiet zerstören.

Es sei Grundbedingung der Akzeptanz dieser Trassenführung gewesen, dass das Schleppertreffen zu einhundert Prozent stattfinden kann, antwortete Bürgermeister Udo Witschas. "Die LMBV bat um eine Verlegung. Wir als Gemeinde haben aber auf den Termin bestanden", berichtet Witschas aus den Verhandlungen mit dem Berbausanierer. Das Schleppertreffen sei mittlerweile eine überregionale Veranstaltung mit höchster Priorität für die ganze Gemeinde. Man habe einen dreitägigen Arbeitsstopp sowie die Herstellung eines nutzbaren Zustandes der Baustraße für die Veranstalter eingefordert. Sollten die Absprachen nicht eingehalten werden, versprach Witschas den Organisatoren: "Dann lasse ich unsere kommunale Straße sperren!"

Jens Kieschnick, in der Verwaltung zuständig für die Belange der Bergbausanierung, beteuerte die Prüfung aller anderweitigen Möglichkeiten der Herstellung der Baustellenzufahrt. Die Gemeinde sei verpflichtet, eine solche Zufahrt zu ermöglichen.

Wichtig sei Lohsa die Anlage nur einer Trasse statt, wie von der LMBV bevorzugt, vieler Zufahrten gewesen. Viele scheinbar nutzbare Flächen und Böschungen lägen im geotechnischen Gefahrenbereich und seien so als Bautrasse völlig untragbar. Über die Einschätzungen der Experten vom Sächsischen Oberbergamt könnten sie sich nun einmal nicht hinweg setzen, betonten Udo Witschas und Jens Kieschnick.

Die Brücke über den Koblenzer Graben sei wegen der Lastenbeschränkung ungeeignet. Der Wirtschaftsweg am See sei zum einen nicht breit genug, um zwei Lkw aneinander vorbei zu lassen. Zum anderen wäre er als Baustraße für die Anlieger nicht mehr als Zuwegung zu ihren Grundstücken nutzbar. Übergeordnetes Ziel aller Überlegungen sei es, den Radrundweg offen zu lassen und hier Kreuzungen zu vermeiden.

Ein abschließende Angebot des Bürgermeisters fand die Zustimmung der Schlepperfreunden: Eine Abordnung aus zwei Vertretern des Vereins wird in der kommenden Woche einer der regelmäßigen Bauberatungen mit der LMBV in Senftenberg beiwohnen. Dort können sie ihre Vorstellungen der Wegeführung für die Baustellenzufahrt direkt an die Sanierer richten. Auch interessierte Gemeinderäte sind eingeladen. "Wenn wir eine andere Lösung finden, werden wir ihr nicht im Wege stehen", unterstreicht Jens Kieschnick die Gesprächsbereitschaft der Verwaltung.