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| 13:52 Uhr

Laubusch
Knirpse lassen sich gesundes Essen schmecken

Genüsslich frühstücken können die Kinder der Awo-Kita „Brüderchen und Schwesterchen“ in Laubusch. Mithilfe von Erziehern wie Carolin Dentler wird das Frühstück zuvor  auch gemeinsam vorbereitet.
Genüsslich frühstücken können die Kinder der Awo-Kita „Brüderchen und Schwesterchen“ in Laubusch. Mithilfe von Erziehern wie Carolin Dentler wird das Frühstück zuvor auch gemeinsam vorbereitet. FOTO: Anja Guhlan
Laubusch. Die Awo-Kita in Laubusch führt eine Projektwoche durch, bei der Kindergartenkinder gemeinsam frühstücken und dabei lernen und erleben. Von Anja Guhlan

Im Kinderrestaurant der  Kita „Brüderchen und Schwesterchen“ in Laubusch, die sich in Trägerschaft der Awo Lausitz befindet, bereiten einige der Drei- bis Sechsjährigen bereits das gemeinsame Frühstück mit den Erziehern vor. Während Milena die Eierschale der gekochten Eier abpellt, übernimmt der junge Tayler das Vierteln der Eier mit einem Kindermesser. Lucy ist die Jüngste im Raum und möchte gerne beides machen: Also pellt Lucy erst das Ei und viertelt es dann. Erzieherin Carolin Dentler und der ehrenamtliche Mitarbeiter Marlon Wiedenhöft sind ihnen dabei behilflich und übernehmen auch Vorbereitungsarbeiten. „Die Kinder können selbstbestimmt das Frühstück mit zubereiten“, erklärt Kita-Leiterin Marlies Heinze.

Die Kita hat gemeinsam mit dem Elternrat und einigen Eltern eine Frühstückswoche für die Kindergartenkinder initiiert, die nun an fünf Tagen erprobt wurde. Bisher gab es nur im Krippen-Bereich ein  gemeinsames Frühstück. Besonders Eltern, deren Kinder nun in den Kita-Bereich gewechselt sind,  hatten den Wunsch das gesunde Frühstück  auch hier aufleben zu lassen. Dazu haben sich vorab 16  Eltern und Erzieher in einer kleinen Gruppe organisiert und ein Konzept entwickelt.

„Frisch, nährstoffreich und gesund soll das Frühstück sein. Wenn es geht auch regional. Darauf konnten sich alle einigen“, erklärt Heinze. Nach diesen Kriterien wurde ein Frühstücksplan aufgestellt. Dank Sponsor Dirk Sporkenbach wurden die Lebensmittel eingekauft oder selbst gemachtes Brot oder Marmelade von Eltern beigesteuert.

Der Fokus lag jeden Tag auf einem bestimmten Nahrungsmittel wie Käse, Ei, Gemüse und Obst. So konnten die  Kinder jeden Tag was anderes schmecken, zudem auch spielerisch ihre Feinmotorik trainieren indem etwa die Eier mit Spießern garniert wurden oder die Gemüse- und Obststücken als Mandala gelegt wurden. Gesunde Zusätze wie fruchtiger Frischkornbrei mit Banane oder Äpfeln konnten ebenso probiert werden. Dieser wird in der Kita-Küche von Küchenkraft Ilona Brylak frisch zubereitet: „Die Getreidekörner werden in einer kleinen Mühle frisch gemahlen und mit Bananen oder Äpfeln zu fruchtigem Brei verarbeitet.“

Der Klassiker ist jedoch das Vollkornknäcke mit Kräuterbutter.   Unterschiedliche Teegetränke lernten die Kinder ebenso kennen. Wer glaubt, dass auf Süßes ganz verzichtet wird, irrt.  Freitags ist Kakao-Tag und auch Honig wurde beim Frühstück verwendet. „Wir versuchen in vielen Punkten auf Zucker zu verzichten, aber   ab und an sollten auch kleine Sünden zugelassen werden“, sagt Heinze schmunzelnd.

Mit dem gemeinsamen Essen  aller Kinder, die gern frühstücken möchten, kehrt ab 7.30 Uhr Ruhe  in das Kinderrestaurant ein. Die Mädchen und Jungen genießen das Frühstück, schmecken und riechen, unterhalten sich über Essensrituale zu Hause oder reichen sich gegenseitig etwas. „Wir beobachten, dass die  Kinder besser in den Tag starten, teilweise ihr soziales Verhalten stärken, ihren sprachlichen Ausdruck verbessern und auch ihre Feinmotorik und Sinne schärfer werden. Positive Effekte sind  auch die stärkere Gesundheit und das bewusstere Essen“ zählt die Kita-Leiterin auf.

Derzeit findet das Projekt bei einigen Kindern und Eltern Anklang. Die gemeinsame Frühstückswoche soll im Februar von den Kindern und Erziehern intensiv besprochen und ausgewertet werden. Im März wird dann mit allen Eltern bei einem Elternabend die weitere Zukunft besprochen. „Momentan steht alles offen, wie wir das Frühstück im Kita-Bereich fortsetzen. Eltern können sich gerne weiterhin beteiligen und/oder unterstützen“, sagt Heinze abschließend.