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| 19:09 Uhr

Masterplan
Knappensee-Sanierung trotz Problemen im Zeitplan

Masterplan Knappensee
Masterplan Knappensee FOTO: LR / Elisabeth Wrobel
Lohsa. Der heiße Sommer hat der LMBV bei der Knappensee-Sanierung Probleme bereitet. Trotzdem soll der Zeitplan gehalten werden. Von Sascha Klein

Die Sanierungsarbeiten am Knappensee gehen trotz Zeitverzugs in diesem Jahr voran. Wie LMBV-Abteilungsleiter Gerd Richter sagt, habe der heiße Sommer den Bergbausanierern teilweise einen Strich durch die Sanierungspläne gemacht. Da auch im Knappensee der Wasserstand deutlich gesunken sei, habe die LMBV die Arbeiten auf dem Wasser für Wochen aussetzen müssen. Die Sanierung von Land aus sei planmäßig weitergelaufen. Zum Hintergrund: Um auf dem Wasser arbeiten zu können, braucht es einen Mindestwasserstand von 105 m NN. Dieser Wert war allerdings für etliche Wochen unterschritten gewesen. Erst im Oktober habe der Bergbausanierer auf dem Wasser weiterarbeiten können.

Trotzdem ist Gerd Richter sicher, dass die LMBV den Zeitplan weiterhin einhalten kann. „Unser Ziel ist, im Jahr 2021 fertig zu sein, damit eine Nutzung im Jahr 2022 wieder möglich ist“, so Richter am Dienstag im Lohsaer Gemeinderat. Vertreter der „Knappenseerebellen“, die als Gäste der Sitzung beiwohnten, äußerten Zweifel, dass die LMBV die vielen Aufgaben in den verbleibenden drei Jahren schafft. Bei den komplexen Arbeiten der Bergbausanierer in der Gemeinde Lohsa habe der Knappensee Priorität, sagte Richter weiter. Parallel liefen trotzdem Planungen für den Silbersee und für andere Projekte im Lohsaer Altbergbaugebiet.

Die Lohsaer Verwaltung treibt derzeit die Pläne voran, den Knappensee nach dem Ende der Sanierung umgehend entwickeln zu können. Es fehlt noch ein Bebauungsplan, der dort Baurecht schafft. Unter anderem geht es um das geplante Vereinszentrum auf dem einstigen Areal des Z1 in Groß Särchen. Wie Wirtschaftsförderer Jens Kieschnick betont, soll sich der Tourismus künftig auf die Kernbereiche Groß Särchen und Koblenz konzentrieren.

 Geprüft werden soll zudem eine Gewässerverbindung vom Knappensee zum Graureihersee und eine Anbindung der nahen Energiefabrik Knappenrode. Am Knappensee soll ein asphaltierter Rundweg entstehen, der auch ans bestehende Radwegenetz in der Region angeschlossen ist, so Kieschnick weiter.