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| 02:39 Uhr

Knapp, knapper, am knappsten

Schon bei der feierlichen Übergabe des neuen TSF-W war zu sehen, wie eng es in der Toreinfahrt wird.
Schon bei der feierlichen Übergabe des neuen TSF-W war zu sehen, wie eng es in der Toreinfahrt wird. FOTO: Anja Guhlan/ang1
Lauta-Dorf. Zentimetergenau muss beim Ein- und Ausfahren des neuen Feuerwehrautos in Lauta rangiert werden. Abhilfe soll kommen. Problem: Das Depot steht unter Denkmalschutz. Anja Guhlan / ang1

Die Freude über das neue Tragkraftspritzen-Fahrzeug (TSF-W), das die Ortsfeuerwehr Lauta-Dorf im Juni erhalten hat, wird etwas getrübt. Die Ein- und Ausfahrten aus dem Gerätehaus gestalten sich schwieriger als gedacht.

Der Grund: Das neue Feuerwehrfahrzeug passt nur ganz knapp durch das Tor des Depots. Wenige Zentimeter haben die Kameraden der Ortsfeuerwehr links und rechts Platz, um das Gefährt behutsam in das oder aus dem Depot zu fahren. Besonders aufgrund des unebenen Bodens lässt sich das Fahrzeug nur mit sehr viel Geschick und Vorsicht über die Torschwelle fahren.

"Die Ein- und Ausfahrt aus dem Tor ist wirklich zu eng", fasst Hauptamtsleiterin Katrin Grader von der Stadtverwaltung die Situation zusammen. Die Kameraden haben Mühe, das Fahrzeug unbeschadet aus dem Depot zu fahren. Durch die Unebenheit am Boden und den wenigen Zentimetern rechts und links ist beim stets Vorsicht geboten. Herausragende Griffe oder gar die Außenspiegel könnten bei unvorsichtigen Fahrbewegungen beschädigt werden.

Deshalb versucht das Bauamt jetzt eine Lösung zu finden. "Wir haben uns mit einem Ingenieurbüro die Situation angeschaut und wollen versuchen das Tor zu verbreitern", sagt Silvia Drescher aus dem Bauamt. So sieht eine erste Idee vor, eine halbe Steinreihe aus dem Ziegelbau des Depots links und rechts herausnehmen, um somit das Tor zu verbreitern. "Das Erscheinungsbild des Feuerwehrdepots soll auf jeden Fall erhalten bleiben. Dennoch müssen wir uns erst mit der Denkmalschutzbehörde abstimmen und auf deren Prüfergebnis warten", erklärt Drescher. Das Feuerwehrdepot steht nämlich unter Denkmalschutz.

Langfristig will die Stadt über eine generelle Überarbeitung am Depot nachdenken. "Früher waren die Fahrzeuge noch kleiner und diese Depots somit völlig ausreichend. Bei den heutigen standardisierten Fahrzeugen muss man sich auch Gedanken über eine Überarbeitung der alten Depots machen", so Drescher.

Für die Kameraden und auch für Bürgermeister Frank Lehmann (parteilos) ist diese Situation ärgerlich, aber nun mal da. Jetzt heißt es, auf die Prüfung der Denkmalschutzbehörde zu warten, um im Anschluss eine Lösung schaffen zu können.