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Klopfzeichen und Binsenweisheiten

Niemand wird jünger, besagt eine alte Binsenweisheit. Es sei denn, es handelt sich um den Traditions- und Förderverein "Glückauf Schwarze Pumpe". cw cw cw

Dessen Vorsitzender Karl-Heinz Markgraf konnte auf der Jahresversammlung in dieser Woche feststellen: "Wir sind jünger geworden." Das Durchschnittsalter der Vereinsmitglieder sank von bisher 74 auf jetzt 73 Jahre. Nun, das ist nicht wirklich eine Revolution. Aber angesichts der Tatsache, dass alle Mitglieder älter geworden sind, ist das zumindest bemerkenswert. Die ehemaligen Bergbauingenieure und Kohlekumpel wollen auch künftig noch mehr Jüngere für die Mitarbeit gewinnen - nicht nur, um den Altersdurchschnitt zu drücken.

Bernsdorfs Bürgermeister Harry Habel ist dafür bekannt, den meisten Dingen eine gute Seite abgewinnen zu können. Das machte er in dieser Woche wieder mit einer launigen Bemerkung während der Einweihung des neuen Spielplatzes am Tiergehege klar. Nachdem Habel darüber informiert hatte, dass der Bernsdorfer Entwicklungsverein "Ehemaliges GuS-Tanklager" rund 50 000 Euro als kommunalen Eigenanteil für den Spielplatzbau beisteuerte, sagte Habel in seiner gewohnt trockenen Art: "Da hat es nun doch noch was Gutes gehabt, dass wir mal so wjetische Streitkräfte hier in unserer Stadt hatten." Auf dem einstigen Militärareal hat der Tanklager-Verein nämlich seine gewinnbringende Photovoltaik anlage erbaut, die nun auch Geld für einen Spielplatz abwarf.

Klopfzeichen der Sympathie schlugen den Bürgermeistern aus Bernsdorf, Lauta, Wittichenau, Spreetal und der Elsterheide am Donnerstag im Sitzungssaal des Neuen Rathauses in Hoyerswerda entgegen. Hoyerswerdas Stadträte begrüßten die "Nachbarn" mit dem Tischklopfer nach Studentenart.