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| 02:50 Uhr

Klimmzüge für den Sport

Die Halle der Adler-Schule ist noch unsaniert. Foto: chk1
Die Halle der Adler-Schule ist noch unsaniert. Foto: chk1 FOTO: chk1
Hoyerswerda. Hoyerswerda will seine Sportstätten für die kommenden Jahre fit machen und plant trotz des Einwohnerrückgangs offensiv mit allen vorhandenen Hallen und Stadien. Die dringendsten Bauarbeiten stehen im Jahnstadion an. Dort soll im Jahr 2013 der Kunstrasenplatz saniert werden. Sascha Klein

Die Stadtverwaltung rechnet auch in den kommenden Jahren mit vollen Hallen und vielen Sportlern. Das geht aus der Fortschreibung des Sportstättenentwicklungsplans vor, über den der Stadtrat am heutigen Dienstag abstimmen soll. Laut Prognose wird es im Jahr 2020 zwar nur noch etwa 30 000 Einwohner in Hoyerswerda geben, die Anzahl der Sportler soll jedoch noch steigen. Die Sportstättenplanung geht von etwa 7000 in Vereinen organisierten Hoyerswerdschen aus, rund 300 mehr als zurzeit. Vor allem bei den über 40-Jährigen sieht die Stadtverwaltung noch Potenzial, sich zu engagieren. Daher sollen alle bestehenden Sportflächen, bis auf die Turnhalle 2 des Lessing-Gymnasiums, erhalten bleiben.

Einige der Anlagen müssen jedoch saniert werden. Als Schlüsselprojekt und erster Sanierungsfall soll nach Rathaus-Angaben der Kunstrasenplatz im Jahnstadion an der Reihe sein. Geplant ist eine Investition von 300 000 Euro im kommenden Jahr. Die Finanzierung soll über den Sportbund Lausitzer Seenland Hoyerswerda laufen. Die Stadtverwaltung gibt einen Teil über ihre Sportförderung dazu. Auch der A-Platz und die Kampfbahn im Jahnstadion sollen im Jahr 2015 an der Reihe sein. Ebenso geplant ist eine Sanierung der Turnhalle in Knappenrode. Noch keine Lösungen gibt es für die Sporthalle der Grundschule "Am Adler" und die der Lindenschule. Beide sind laut Einschätzung der Verwaltung stark sanierungsbedürftig. Vor 2015 stehen dort zunächst keine Bauarbeiten an.

Insgesamt stehen in der Stadt 19 Sporthallen zur Verfügung, 16 davon werden auch durch Schulen genutzt. Der Großteil (11) befindet sich in der Neustadt. Betrachtet werden dabei auch die Sporthallen, die inzwischen an den Landkreis übertragen worden sind, wie die Halle des BSZ Konrad Zuse. Dazu kommt die Turnhalle des Johanneums.

Die Kreisverwaltung plant zurzeit keine Investitionen an Sportstätten. Am BSZ Konrad Zuse sind mit relativ hohem Aufwand im vorigen und diesem Jahr bauliche Mängel beseitigt worden, heißt es. Die Halle befindet sich jetzt im guten Zustand. An der Förderschule L in der Altstadt wird eine vom Verein betriebene Sporthalle mitgenutzt. Dort sei mittelfristig eine Investition erforderlich, so Sprecherin Sabine Rötschke.

Große Hoffnungen setzt die Stadtverwaltung auf den Bau der neuen Sporthalle am Lessing-Gymnasium. Diese soll, neben der Halle des Johanneums und der sanierten Halle der Grundschule an der Elster, Entlastung für die vor allem im Winter ausgebuchten Hoyerswerdaer Hallen bringen.

Mittelfristig wird das Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion zum zentralen Stadion der Stadt. Aufgrund des schlechten Zustands der Kunststoffflächen auf Feldern und Leichtathletikanlagen am Freizeitkomplex Ost (FKO) erwägt die Stadtverwaltung, die Kunststoffflächen komplett abzureißen und den alten Kunstrasen eventuell zum Bolzplatz umzugestalten. Die Laufbahn könnte zum Skaten und Rollerskifahren hergerichtet werden.

Der Entwicklungsplan steht auf den Internet-Seiten der Stadt (Einwohner, Aktuelles für Bürger)

www.hoyerswerda.de

Zum Thema:
Einige Sportstätten sind in freier Trägerschaft.Jahnstadion und Sportforum (FKO): Sportbund Lausitzer Seenland HoyerswerdaJahnsporthalle, Turnhalle 2 Foucault-Gymnasium: SC Hoyerswerda"Blaue Turnhalle" Robert-Schumann-Straße: TTC HoyerswerdaSportplatz Zeißig: SV ZeißigKarate Do-Halle:Karate Do HoyerswerdaAlfred-Scholz-Sportplatz: ESV Lok HoyerswerdaKnappenkampfbahn und Turnhalle Knappenrode: SV Glückauf Knappenrode