ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 08:48 Uhr

Klangvolles Jubiläum

Hoyerswerda.. Sie ist die größte und kräftigste Orgel in der Region – die Jehmlich-Orgel in der Katholischen Kirche „Zur Heiligen Familie“ in Hoyerswerda. Ende September ist das Instrument genau 50 Jahre alt. Von Catrin Würz

Die Kirchengemeinde wird dieses Jubiläum mit Orgelfesttagen vom 25. bis 28. September begehen. Und vielleicht ist dies auch der Beginn, das unvollendet gebliebene Instrument jetzt doch noch zu vollenden. . .
Was es heißt, alle Register gezogen zu haben, führt Organist Dietmar Wolf eindrucksvoll vor: Voll tönend und mit Wucht ergreift die Bach-Melodie Besitz vom Kirchenraum. Mehr als 2000 Pfeifen geben dem Kircheninstrument – erbaut von der bekannten Dresdner Orgelfirma Jehmlich – seinen Klang.
1953 wurde die Orgel in der katholischen Kirche eingeweiht – mit dem so genannten Hauptwerk, dem Schwellwerk (zur Lautstärke-Regulierung) und mit 30 Registern. Was damals finanziell nicht mehr geschafft wurde und bis heute fehlt, ist der Bau des Rückpositivs. „Das ist ein kleines Orgelwerk, das an der Brüstung der Empore angebracht wird und den Schall direkt in den Kirchenraum führt“ , erläutert Dietmar Wolf. Der städtische Bauamtsleiter ist einer von fünf nebenberuflichen Organisten in der Kirche und spielt seit 20 Jahren dieses Königsinstrument. Die bauliche Vollendung der Orgel wäre für ihn eine wunderbare Sache. „Doch dafür bedarf es nicht nur des Willens, sondern vor allem einiger Finanzmittel“ , weiß auch Gunthard Süßmuth. Der Hoyerswerdaer ist Kirchengemeindeglied und hat die bevorstehenden Orgelfesttage maßgeblich organisiert. „Wir wollten dieses Orgeljubiläum aus zwei Gründen feiern“ , erzählt er. Zum einen wolle man den Initiatoren des Orgelbaus danken, die „in einer so schweren Zeit nach dem zweiten Weltkrieg, diese Aufgabe mutig in Angriff genommen haben“ . Der andere Grund: Das Jubiläum der Orgel soll natürlich nicht verstreichen ohne dass die Hoyerswerdaer einige schöne Konzerte erleben können. Geplant sind unter anderem ein Eröffnungskonzert am 25. September, die festliche Vorstellung des Instrumentes durch den Inhaber der Orgelbaufirma Jehmlich und ein Festgottesdienst mit Bischof Müller am 28. September. Die Kollekte dieser Veranstaltungen könnte ein erster „Baustein“ für ein Rückpositiv sein.