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| 15:52 Uhr

Kirchenjubiläum
Festgottesdienst zum Laubuscher Kirchweih-Jubiläum

Die St. Barabara-Kirche in Laubusch feierte am ersten Adventssonntag ihr 80-jähriges Bestehen. Die Gemeinde würdigte dieses Jubiläum mit einem Kirchweihgottesdienst.
Die St. Barabara-Kirche in Laubusch feierte am ersten Adventssonntag ihr 80-jähriges Bestehen. Die Gemeinde würdigte dieses Jubiläum mit einem Kirchweihgottesdienst. FOTO: Anja Guhlan
Laubusch. Die St. Barbara-Kirche feiert 80. Geburtstag. Im Kirchweihgottesdienst würdigt Pfarrer Gerd Simmank den Gebrauch dieses Gotteshauses. Von Anja Guhlan

In der Laubuscher Barbarakirche ist anlässlich des 80-jährigen Bestehens des Gotteshauses mit etwa 30 Besuchern ein Krichweihgottesdienst gefeiert worden. Gleich zu Beginn lässt der Laubuscher Kirchenchor gemeinsam mit dem  aus Hosena ein klangvolles Lied ertönen. Es folgt ein rund anderthalbstündiger Festgottesdienst. Denn genau vor 80 Jahren am ersten Advent feierte man in dem neu errichteten Gotteshaus den ersten Gottedienst. „Damals war das Gotteshaus prall gefüllt. Die 500 Sitzplätze reichten längst nicht aus. Viele standen wohl“, erklärt Pfarrer Gerd Simmank aus den Überlieferungen.

Im alten Dorf Laubusch gab es ursprünglich keine Kirche. Die Einwohner gehörten zur evangelischen Kirchengemeinde Hoy­erswerda, besuchten aber den Gottesdienst in dem näher gelegenen Geierswalde. Mit dem Aufbau der Grube Erika erhielt die Ilse Bergbau AG die Auflage, eine Kirche mit Pfarrhaus zu errichten. Als Zwischenlösung gab es eine evangelische Notkirche aus Holz, eingeweiht am 13. März 1921. Im Oktober des gleichen Jahres bildete sich eine eigene Pfarrgemeinde. Am 27. November 1938 konnte schließlich der imposante Kirchenbau eingeweiht werden. Die drei Kirchenglocken Ilse, Erika und Marga wurden eingeschaltet und die neue Sauer-Orgel wurde erstmals bespielt. 3800 Einwohner gehörten damals zur evangelischen Kirchengemeinde.

„Heute ist diese Kirchengemeinde auf 130 Gemeindeglieder geschrumpft“, bedauert Gerd Simmank. Dennoch wird immer 14-tägig am Sonntag der Gottesdienst in der Kirche gefeiert. Zudem gibt es einen kleinen Kirchenchor, den Seniorenkreis und den fünfköpfigen Gemeindekirchenrat.

Während ihrer 80-jährigen Geschichte „hatte die Kirche nur eine Botschaft zu verkünden: barmherzig miteinander umzugehen“, so Gerd Simmank. „Auf Kirchen und Kathedralen dürfen wir nicht verzichten“, appelliert der Pfarrer. Er ist froh, dass einst Ewald Kneffel als Architekt und Professor Thol aus Berlin die künstlerische Innengestaltung übernahmen und solch eine imposante Kirche schufen.  „Unsere Kirche muss weiterhin gefüllt werden. Gefüllt werden mit Menschenherzen. Eine lebhafte Gemeinde  ist schließlich der schönste Schmuck in einem Gotteshaus“, so Simmank, der sich darüber freut, dass das Glockenläuten immer noch einige Besucher nach 80 Jahren in die Kirche lockt.

Er ist überzeugt, dass genau die Kirche Menschen unterschiedlicher Herkunft und auch mit unterschiedlichen Ansichten oder Einstellungen zusammenführen kann. „Wir brauchen die Kirche, wir brauchen diesen Raum, damit das Leben weiter gut geführt werden kann.“