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| 14:33 Uhr

Kulturfabrik Hoyerswerda
Kinder malen mit Schwung Osterreiter ins Stadtwappen

Bentley, Anthony, Zoe und Cecilia malen ihr Wappen.
Bentley, Anthony, Zoe und Cecilia malen ihr Wappen. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Jahresprojekt der Kulturfabrik will die Hoyerswerdaer Geschichte erlebbar machen. Von Katrin Demczenko

Einen umfassenden Blick auf Ereignisse in der Geschichte der Stadt mit künstlerischen Mitteln zu gestalten, ist das Kernstück des Jahresprojekts der Kulturfabrik „750 Jahre Hoyerswerda – Hoywoy reloaded“, erklärt der Kufa-Geschäftsführer Uwe Proksch. Vom Kind bis zum Senioren kann jeder als Tänzer, Sänger, Maler oder Schauspieler teilnehmen.

Kufa-Mitarbeiterin Ina Züchner hat mit einem Wappenprojekt mit Grund- sowie Oberschülern und Gymnasiasten aus Hoyerswerda, Burgneudorf und Boxberg begonnen. Den Mädchen und Jungen gibt das Stadtwappen Orientierung, das sie kreativ verändern sollen. Sie denken darüber nach, was sie mit Hoyerswerda und der Lausitz verbinden, was ihnen in der Heimat wichtig ist, so Ina Züchner. Die Wappen werden in der Größe von 1,40 mal 0,80 Meter auf Stoff gemalt, den die Kufa zur Verfügung stellt. Wer die Aktion im Bürgerzentrum Braugasse 1 durchführt, kann dort Acrylfarben nutzen, die sonst selbst zu kaufen sind. Bis 22. Juni nimmt die Kufa alle Wappen entgegen, die zum Straßentheaterfest am 1. Juli gezeigt und prämiert werden.

Kürzlich waren zwölf Grundschüler des CSB-Kinderhauses „Am Zoo“ in der Kufa und fertigten in Gruppen drei Wappen an. Bentley, Zoe, Anthony und Cecilia malten einen Kirchturm mit Glocken, einen Osterreiter und Eicheln auf die Skizze. „Sorben gibt es in Hoyerswerda und Kirchen“, erklärte Bentley, „im Originalwappen sind auch Eichenbäume vorhanden.“ Dann übertrug er mit schönem Schwung den Umriss des Wappens auf den Stoff und malte den Osterreiter auf die Fläche. Die Kinder waren mit Feuereifer bei der Sache. Die Gruppe um Tilman stellte einen See und die Schwarze Elster dar, während Tobias und Julius die Postsäule am Markt kurz in Augenschein nahmen und in ihr Wappen einzeichneten.

Die Kinder erfahren bei solchen Aktionen mehr über Geschichte und Gegenwart ihrer Heimatstadt und wenden Wissen aus dem Sachkundeunterricht an, sagt Horterzieherin Angelika Droge.