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Kinder bauen spezielle Hotels

Welcher Bohrer ist wohl de beste, um Löcher ins Hartholz zu bekommen? Ben aus der CSB-Kita "Meisennest" Straßgräbchen sucht mit Bernd Latta einen geeigneten aus.
Welcher Bohrer ist wohl de beste, um Löcher ins Hartholz zu bekommen? Ben aus der CSB-Kita "Meisennest" Straßgräbchen sucht mit Bernd Latta einen geeigneten aus. FOTO: H. Hirschfeld/hir1
Hoyerswerda. Die letzte Ferienwoche auf der Kinder- und Jugendfarm Hoyerswerda des CSB Sachsen hat für etwa 40 Hoyerswerdaer und Straßgräbchener Ferienkinder mit dem Bau eines Insektenhotels begonnen. Bernd Latta, stellvertretender Farmleiter, erklärte den Mädchen und Jungen als Erstes, wer so ein Hotel braucht und wozu es nützlich ist. Heinz Hirschfeld / hir1

"Jeder Kleingärtner ist bestrebt, solchen Insekten einen Lebensraum zu bieten, die alles Blühende bestäuben und aus dem Blütennektar ihre Nahrung beziehen. Aus diesem Grund sollte man den Insekten einen künstlichen Lebensraum mit einem Insektenhotel schaffen", sagte er.

Es könne vor allem Hartholz für diese speziellen Hotels verwendet werden. "Wenn wir Löcher in das Hartholz bohren, dann sollte das immer von unten nach oben geschehen, damit das Regenwasser abfließen kann. Die Löcher können Lebensraum für Insekten bieten. Und feuchter Lehm hält alles zusammen. Das Material ist gut verträglich, da es keinerlei künstliche Zusatzstoffe enthält", erklärte Bernd Latta den Kindern.

In der Holzwerkstatt wird das theoretisch Vermittelte mit entsprechenden Werkzeugen unter Aufsicht von Farmmitarbeiter Jan Link in die Tat umgesetzt. Damit sich die empfindlichen Insekten in ihrem künftigen Zuhause nicht verletzen, müssen die Hölzer mit Schmirgelpapier geglättet werden.

Einige Meter weiter schneidet Farmmitarbeiter Ronny Richter mit den Kindern Schilfröhrchen zurecht, die später ebenfalls für das Insektenhotel verarbeitet werden.

Bernd Latta erklärt das Ziel der Veranstaltung: "Wir wollen den Kindern einen Einblick in die Insektenwelt geben, gleichzeitig ihnen den Nutzen der Arbeit mit Naturmaterialien erklären und praktisch anwenden. Und natürlich sollen sie auch ein Stück weit handwerklich befähigt werden, damit sie im heimischen Garten gemeinsam mit den Eltern mit Werkzeugen umgehen können."