Gibt es in absehbarer Zeit eine Ampel am Hoyerswerdaer „Kinderhaus am Zoo“ oder nicht? Diese Frage ist weiterhin ungeklärt. Der Hoyerswerdaer Bürgerhaushalt 2019 hatte ergeben, dass sich viele Bürger an dieser Stelle an der Fischerstraße einen Zebrastreifen wünschen, damit die Kinder dort sicherer über die Straße gelangen. An der Stelle ist die Situation durch die Kurve oft unübersichtlich. Ein Zebrastreifen ist jedoch rechtlich nicht möglich – nur eine Ampel kommt in Betracht.
Die Stadtverwaltung Hoyerswerda hat den Sachverhalt jetzt abschließend geprüft und kommt zu dem Schluss, dass der Bau einer Ampel dort etwa 30 000 Euro kosten würde. „Wie von der Steuergruppe Bürgerhaushalt festgelegt, soll der aktuelle Sachstand zunächst den Mitgliedern dieses Gremiums vorgestellt werden“, sagt Hoyerswerdas Stadtsprecher Bernd Wiemer. Nach einer coronabedingten Sitzungspause solle die nächste Beratung voraussichtlich Ende Juni stattfinden.

Zebrastreifen bei „Kinderhaus am Zoo“ rechtlich nicht möglich

An der Fischerstraße – in direkter Nähe zum Kindergarten – kann aus rechtlichen Gründen kein Zebrastreifen entstehen, der deutlich günstiger gewesen wäre als eine Ampel. Die vorgeschriebenen Sichtbeziehungen und -längen seien nicht gegeben, hatte die Stadtverwaltung bei einem Vor-Ort-Termin im vergangenen Jahr festgestellt. Die vor Ort befindliche Bushaltestelle sowie Platzfragen seien die ausschlaggebenden Hinderungsgründe.
Auch eine Verlegung der Haltestelle ist laut Stadtverwaltung nicht möglich, da sie eine gerade Straßenführung und einen ausreichend breiten Fußweg und Warteplatz für die Fahrgäste verlangt. Wegfallen lassen kann man die Bushaltestelle jedoch auch nicht, weil sie vor allem von den Schülern des Johanneums genutzt wird.