| 01:05 Uhr

Kein Willkürakt

Zugegeben, niemand wird erfreut sein, wenn er auf dem Grabstein seines lieben Angehörigen plötzlich einen gelben Aufkleber vorfindet, der der letzten Ruhestätte eine erhebliche Unfallgefahr bescheinigt.

Auch die Art und Weise der Messung bietet immer wieder Angriffspunkte für Kritik, weil es ein einheitliches Verfahren nicht gibt. Doch die Überprüfungen der Standfestigkeit der Grabsteine, die gegenwärtig auf den Friedhöfen in Lauta, Lau busch und Leippe-Torno durchgeführt werden, entspringen nicht einer Laune der Verwaltung, sondern sind von der Berufsgenossenschaft vorgeschrieben. Unfälle, die beim Umstürzen der schweren Kolosse fatale Folgen haben können, sollen damit verhindert werden.
Dass es notwendig ist, regelmäßig nach dem Rechten zu schauen, beweist die aktuelle Statistik. Wenn alleine in Lauta mehr als 300 Mängel festgestellt wurden, dann ist das der beste Beleg dafür, dass hier wohl einiges im Argen liegt. Die Mitarbeiter der Verwaltung wollen und müssen mit ihrer Aktion genau darauf hinweisen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.