Stefan Weber, Chefarzt des Instituts für Mikrobiologie und Krankenhaushygiene vom Hoyerswerdaer Klinikum. Sogar Touristen aus dem Rheinland - wie Erich Weber und Ingrid Lutz - nutzten die Gelegenheit, um mehr über die Krankheit zu erfahren. „Ich esse gern Geflügel und möchte wissen, ob ich im Umgang mit dem Hühnerfleisch alles richtig mache“ , erzählt Erich Weber. Auch darauf ging der Chefarzt in seinem Vortrag ein: „Wenn man das Hühnerfleisch richtig durchbrät oder kocht, werden die Viren inaktiviert. Beim Tieffrieren und Kühlen allerdings nicht“ , erklärt er. Wichtig sei es ebenfalls, Eier lange genug zu kochen, denn auch sie könnten Vogelgrippe-Viren enthalten, warnt der Experte. Doch wirklichen Anlass zur Sorge, gäbe es derzeit in Hoyerswerda kaum. Wenn der Hausarzt trotzdem einmal vogelgrippe-ähnliche Symptome vermutet, gäbe es auch am Klinikum in Hoyerswerda die Möglichkeit, den Virus zu diagnostizieren: „Wir können hier einen 20-minütigen Influenza-Schnelltest durchführen. Man hat zwar keine 100-prozentige Sicherheit, kann aber im Notfall mit den entsprechenden Medikamenten reagieren.“ Das sei auch wichtig, denn: wer vom Virus betroffen ist, habe nur eine 50-prozentige Chance zu überleben. Träger des hoch-krankheitserregenden Virus würden innerhalb von 48 Stunden sterben, wenn nicht entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden, so Weber. Doch es bestehe kein Grund zur Panik: Wenn es auch weltweit Millionen kranker Vögel gäbe, seien doch „nur“ 200 Menschen erkrankt. Bisher sei es auch noch nie zu einer Ansteckung von Mensch zu Mensch gekommen. „Das Hauptansteckungsrisiko geht von toten, schwer erkrankten Vögeln aus“ , sagt Weber. Deshalb sollten tote Tiere auf keinen Fall berührt werden. Stattdessen sollte es der Feuerwehr gemeldet werden, wenn man mehrere tote Vögel auf einmal entdeckt. In Hoyerswerda habe es solche Fälle bisher noch nicht gegeben, bestätigt Sandro Fiebig, Pressesprecher der Stadt Hoyerswerda. (jt)