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Kein grünes Licht für Krabathof

Groß Särchen.. Der ersehnte Rückenwind aus dem Amt für ländliche Neuordnung in Kamenz blieb Groß Särchen gestern verwehrt. Dorfplaner Wolfgang Kraus war mit der Hoffnung in die Kreisstadt gefahren, endlich grünes Licht für den Krabathof zu bekommen. Christiane Klein

Doch der Wunsch ging nicht in Erfüllung.
„Der Heimatverein muss sein Nutzungskonzept noch einmal präzisieren“ , erklärte Wolfgang Methner auf Anfrage der RUNDSCHAU, wo die Säge klemmt. „Wir wollen gerne unterstützen, aber sicher sein, dass es zukunftsträchtig ist“ , sagte Methner. Es reiche nicht aus, ein solches Gebäude nur für das Krabatfest, das 2004 in Groß Särchen stattfinden soll, herzurichten. „Der Betrieb muss auch nachhaltig gesichert sein“ , appellierte Methner an ein ausgefeiltes Nutzungskonzept. „Wenn wir Fördermittel ausreichen, müssen wir überzeugt sein können, dass das auch Bestand hat und keine Investitionsruine wird“ , erklärte der Abteilungsleiter ländlicher Raum.
Wie sinnvoll und nötig der Krabathof ist, das wollen die Befürworter in Groß Särchen in Kamenz beweisen. Im Anschluss an das Treffen im Amt für ländliche Neuordnung kamen gestern Nachmittag der Heimatverein und der Krabat hof-Ausschuss zusammen. „Das Haus hat eine überörtliche Bedeutung“ , ist Wolfgang Kraus überzeugt. Der Hof sei wichtig, weil er - direkt an der B 96 gelegen - als Visitenkarte für die Krabatregion dienen soll.
Er wolle jetzt gemeinsam mit dem Ausschuss und dem Heimatverein schriftlich die Bewirtschaftungskosten ausarbeiten und dagegen die Einnahmen rechnen. Der Krabathof soll nach bisherigen Ideen ein Service-Büro beherbergen, das auch als Touristen- und Bürger-Information dient. Gleichzeitig ist das Haus als Domizil für verschiedene Vereine gedacht.