Auf der Grundlage dieses Votums will dann der Gemeindekirchenrat die entsprechenden Beschlüsse fassen.

"Zur Auswahl stehen zwei Optionen: Die Orientierung in Richtung Lohsa/Uhyst oder nach Hoyerswerda", erklärt der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Hoyerswerda-Neustadt, Jörg Michel, der zurzeit die Vakanzvertretung für die Groß Särchener Gemeinde inne hat. Nötig geworden war dies nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden von Pfarrer Jürgen Ouart, der neben Groß Särchen auch die evangelische Gemeinde in Wittichenau betreut hatte.

Eine eigenständige Kirchgemeinde Groß Särchen mit eigener Pfarrstelle steht laut Jörg Michel nicht mehr zur Debatte, da die Gemeinde hierfür zu klein geworden sei. "Der Bevölkerungsrückgang trifft die Kirche eben genauso wie andere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens und macht schmerzliche Entscheidungen unausweichlich." Hinzu komme die Notwendigkeit für bauliche Investitionen, beispielsweise in das Gemeindehaus mit der Pfarrerwohnung oder in den Eingangsbereich der Kirche.

Im Falle einer Entscheidung in Richtung Hoyerswerda muss laut Jörg Michel noch geklärt werden, welcher Stadtgemeinde sich die Groß Särchener anschließen wollen.