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| 14:57 Uhr

Brotfisch der Lausitz wird geerntet
Karpfen-Saison in Sachsen eröffnet

Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) hat die sächsische Karpfensaison am Sonnabend eröffnet und im Schlossteich Königswartha den Kescher zum Einsatz gebarcht. Das Abfischen ist der Auftakt für die 17. Lausitzer Fischwochen, die bis zum 4. November andauern.
Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) hat die sächsische Karpfensaison am Sonnabend eröffnet und im Schlossteich Königswartha den Kescher zum Einsatz gebarcht. Das Abfischen ist der Auftakt für die 17. Lausitzer Fischwochen, die bis zum 4. November andauern. FOTO: dpa / Sebastian Kahnert
Königswartha. Die Oberlausitzer Teichwirte fischen weit mehr als die Hälfte aller Fische im Land ab. Die Landkreise Bautzen und Görlitz sind mit jeweils 30 Prozent der Gesamtproduktion in Sachsen die wichtigsten Aquakultur-Regionen.

Die Karpfen-Saison in Sachsen ist eröffnet. In Königswartha (Landkreis Bautzen) haben die Sächsischen Fischkönigin Lisa I. und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) damit am Sonnabend auch den Startschuss für die 17. Lausitzer Fischwochen gegeben. Mit einem vielseitigen Programm rund um den Fisch werden sie kulinarisch und erlebnisreich begleitet.

„Fische und insbesondere Karpfen haben in der Oberlausitzer Region als Nahrungsmittel und als Handelsware eine jahrhundertelange Tradition. Bis heute besitzt die Wertschöpfung aus der Teichwirtschaft eine zentrale Bedeutung. Die Teichwirte pflegen auch eine unserer ältesten und prägenden Kulturlandschaften“, sagt der Minister. „Unsere Teichwirte produzieren zudem hochwertige Lebensmittel aus der Region. Obwohl heutzutage unzählige Arten von Schuppen- und Schalentieren aus allen Ländern der Welt verfügbar sind, rückt zunehmend der Wunsch nach eben diesen regionalen Produkten ins Bewusstsein.“

Lausitzer Fisch steht darum in vielen Gaststätten wieder stärker auf der Speisekarte. Fischerfeste mit Angeboten direkt von Erzeugern locken auch zunehmend Touristen indie Region.

Die Fischernte ist nach dem heißen und trockenen Sommer geringer als in den vergangenen Jahren.
Die Fischernte ist nach dem heißen und trockenen Sommer geringer als in den vergangenen Jahren. FOTO: dpa / Sebastian Kahnert

Weit mehr als die Hälfte der gesamten sächsischen Fische werden in Ostsachsen abgefischt. Die Landkreise Bautzen und Görlitz sind mit jeweils 30 Prozent der Gesamtproduktion in Sachsen die wichtigsten Aquakultur-Regionen. Vorrangig wird Karpfenteichwirtschaft betrieben. Rund drei Viertel der in Sachsen produzierten Speisefische sind Karpfen. So wurden im Land im vergangenen Jahr etwa 1675 Tonnen Karpfen erzeugt.

Nach der großen Hitze und Trockenheit werden in diesem Jahr allerdings geringere Erträge erwartet. Eine belastbare Einschätzung der Fischernte sei derzeit aber noch nicht möglich. „Auf jeden Fall war es ein sehr schwieriges Jahr verbunden mit zusätzlichen Aufwendungen für unsere Teichwirte. Daher wäre die beste Wertschätzung für diese Leistung, wenn viele Sachsen auch unseren gesunden, sächsischen Fisch oft selbst genießen würden“, sagt Schmidt.

(kw)