ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:40 Uhr

Karnevalclub bereitet erstes eigenes Krimi-Dinner vor

Simone Kubale und Sabrina Najm-Mousali proben schon einmal das Eindecken der Tische für das Krimidinner.
Simone Kubale und Sabrina Najm-Mousali proben schon einmal das Eindecken der Tische für das Krimidinner. FOTO: dcz1
Hoyerswerda. Der Hoyerswerdaer Karnevalclub Gelb Blau 1997 e.V. (HKC) kann mehr als nur traditionelle Saalfaschingsveranstaltungen für Groß und Klein durchführen. Am 28. Januar um 19 Uhr wird er das mit einem selbst organisierten Krimi-Dinner beweisen, das in den Räumlichkeiten in der Niederkirchner-Straße 30 stattfindet. Katrin Demczenko/dcz1

In einem eigens geschriebenen Rollenspiel wird das Vereinsvorstandsmitglied Jens Dreißig als Kommissar mithilfe der Gäste einen Mord aufklären, sagt der HKC-Präsident Andreas Kubale. Angesiedelt ist die Geschichte in einem Faschingsverein.

Die Tanzgarde der Hoyerswerdaer Karnevalisten wird mit sieben zum Thema passenden Showtänzen den Abend mitgestalten. Andere HKC-Mitglieder werden unter Anleitung von Hobbyköchin Sabrina Najm-Mousali ein Drei-Gänge-Menü zubereiten und den Gästen stilvoll servieren. "Die Gerichte haben schon etwas blutrünstige Namen", verrät Sabrina Najm-Mousali, die selbst zum Verein gehört.

Das werde das erste Menü, das auf Tellern angerichtet wird, erzählte sie noch, denn bisher reichten zu Anlässen wie Silvester und Halloween immer Büfetts aus.

"Die Vorbereitung so eines Kriminal-Dinners verlangt natürlich auch, die Tische hübsch einzudecken und zu dekorieren", sagt Andreas Kubale. Je eine altertümliche Handfeuerwaffe, selbstverständlich ohne Munition, und eine rote Rose werden auf jeder Tischdecke liegen und sollen die Gäste schon bei der Ankunft auf das folgende Geschehen einstimmen.

Doch auch der Saal des HKC, in dem normalerweise die Tanzgarden üben, wird von den Vereinsmitgliedern vorher umgestaltet. Er verliert seinen Faschingscharakter, indem der große bunte Kasper an der Wand hinter weißem Stoff verschwindet. "Dazu schaffen aus Papier ausgeschnittene blutbefleckte Messer sowie geheimnisvolle Fußspuren überall im Raum Gruselatmosphäre, die zu solch einem Abend gehört", weiß Andreas Kubale.

Er hat vor einigen Jahren in Berlin ein Krimi-Dinner miterlebt und will diese Idee nun hier verwirklichen. Außerdem müsse ein Faschingsverein dem Publikum in der Session vom 11. November bis zum Aschermittwoch genauso viele Ereignisse anbieten, wie im Rest des Jahres. "Da kam die Krimi-Dinner-Idee gerade recht", so der HKC-Präsident. Er möchte mit diesem Angebot jene Menschen erreichen, die das Halli-Galli auf dem Saal nicht so mögen.

Das Krimidinner vom HKC findet am Samstag, 28. Januar, um 19 Uhr in der in der Niederkirchner-Straße 30 (Eingang Heinrich-Mann-Straße) statt. Karten sind ausschließlich im Vorverkauf jeden Montag bis Mittwoch und Freitag ab 17 Uhr in den Räumlichkeiten des HKC zum Preis von 25 Euro erhältlich.