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Junge Bernsdorfer Mutter überzeugt mit Rocksongs

Julia Deák nimmt erst seit ihrem 19. Lebensjahr Unterricht an der Musikschule. Bei Open stage in der Kulturfabrik wurde sie unter anderem begleitet von Philipp Standera und Konrad Laske.
Julia Deák nimmt erst seit ihrem 19. Lebensjahr Unterricht an der Musikschule. Bei Open stage in der Kulturfabrik wurde sie unter anderem begleitet von Philipp Standera und Konrad Laske. FOTO: K. Demczenko/dcz1
Hoyerswerda. Musik ist Leidenschaft – das ist bei Open stage 2017 für Schüler des Bereiches Jazz-Pop-Rock der Musikschule Hoyerswerda zu spüren gewesen. Zum zweiten Mal fand am Mittwoch die Offene Bühne in der Kulturfabrik statt. Katrin Demczenko / dcz1

Die 29-jährige Sängerin Julia Deák aus Knappenrode überzeugte mit dem kraftvoll und sicher gesungenen Song "Don't speak" der amerikanischen Band No doubt, wobei sie die Lehrerband begleitete. Julia Deák kam erst mit 19 Jahren an die Musikschule. Sie hatte sich von einem Freund zum Vorsingen überreden lassen. Erste Kenntnisse im Umgang mit ihrer Stimme besaß sie aber schon, weil sie Mitglied eines Schulchores gewesen war. Dass die Altistin und Mezzosopranistin, die berufstätig ist, alle zwei Wochen zum Musikschulunterricht fahren und regelmäßig zu Hause üben kann, verdankt sie ihrem Mann, der Familie und Freunden, wie sie erzählt. Diese kümmern sich in der Zeit um ihre zwei Kinder. Ihr Traum wäre, hobbymäßig Rockmusik mit einer Band zu machen, um eigene Gefühle und Leidenschaften auf der Bühne auszuleben. Im Moment ist die Sängerin auch Mitglied des kleinen Popchores der Musikschule, der bei der Veranstaltung Hits wie "For the longest time" von Billy Joel und "Viva la vida" von Coldplay darbot.

Die langjährige Gesangsschülerin Maxi Braune brachte mit drei einfühlsam gesungenen Musicalmelodien von Leonard Bernstein und anderen Komponisten sowie dem Song "Calm after the storm" eine andere Klangfarbe in das Konzert. Diesen Titel trug die junge Hoyerswerdaerin mit ihrem Gesangslehrer Mario Hess und der Lehrerband vor. Maxi Braune singt schon seit ihrem achten Lebensjahr in der Musikschule und kann sich ein Leben ohne ihr Hobby nicht mehr vorstellen. Musicals verbinden für die Sängerin Unterhaltungsmusik mit Klassik und fordern von ihr, sich mit dem Charakter der dargestellten Figur zu identifizieren, was ihr Freude macht.

Sieben seiner Gesangsschüler im Alter haben erfolgreich auf der Offenen Bühne gestanden, freute sich der 31-jährige Mario Hess. Er will ihnen beim Umgang mit ihrer Stimme vor allem vermitteln, dass zum Singen neben der richtigen Technik Gefühl und Freude gehören.

Ohne Unterhaltungsmusik am Klavier von Andreas Sachs und den momentan drei Young Swingers des Blechbläserlehrers Klaus-Peter Haselbauer kam die Veranstaltung aber nicht aus, denn auch auf solchen Instrumenten wird an der Musikschule Jazz, Rock und Pop unterrichtet.