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Jugendstadtrat macht "Hierbleiben" zum Thema

Marija Skvoznikova (15).
Marija Skvoznikova (15). FOTO: cw
Hoyerswerda. Der Hoyerswerdaer Jugendstadtrat hat eine neue Spitze. Die 15-jährige Marija Skvoznikova, Schülerin einer 10. Klasse am Lèon-Foucault-Gymnasium, ist am Montag zur neuen Vorsitzenden des Jugendgremiums gewählt worden. Catrin Würz

Sie übernimmt damit den Staffelstab von Christian Völker, der im Sommer seine Ausbildung an der Bildungsstätte für Medizinal- und Sozialberufe (BMS) abgeschlossen hat und damit ebenso wie weitere Absolventen Hoyerswerdaer Schulen als Jugendstadtrat regulär ausscheidet.

Im neuen Schuljahr sind nun insgesamt acht Schüler und Auszubildende in das derzeit 15-köpfige Gremium nachgerückt. Zum Stellvertreter der neuen Vorsitzenden wurde Björn Bernhardt vom Beruflichen Schulzentrum "Konrad Zuse" gewählt. Das Amt als Schriftführer übernehmen Denny Wauro (OS "Am Planetarium) und Tony Winter (BMS).

Was die jungen Leute während ihrer neuen Amtsperiode als Jugendstadtrat bewegen wollen, dazu wurde am Montag gründlich diskutiert. "Wir als Jugendstadtrat wollen uns auf jeden Fall dem Thema ,Hierbleiben' und ,Weggehen' widmen", sagt die frisch gebackene Vorsitzende Marija Skvoznikova. In Zusammenarbeit mit der Medienwerkstatt der Kulturfabrik und der städtischen Wirtschaftsförderin soll eine Videoreihe entstehen, die die Einstellung Jugendlicher zu ihrer Heimat und dem Verlassen der Heimat thematisiert. "Und wir wollen auch mehr mit dem "großen" Stadtrat über aktuelle Themen zusammenarbeiten", so formuliert die Nachwuchs-Kommunalpolitikerin die feste Absicht der Jugendlichen.

Klar ist nun auch, dass im kommenden Jahr eine zweite "Lange Nacht der Vereine" in Hoyerswerda stattfinden soll. Die Premiere war im Juni dieses Jahres mit verschiedenen Anlaufschwierigkeiten gestartet. Doch der neue Jugendstadtrat will an der (immerhin vom Landratsamt ausgezeichneten) Idee weiter festhalten und bei der Neuauflage einfach vieles besser machen. So haben es sich die Schüler und Azubis aus Hoyerswerda fest vorgenommen.

Der Hoyerswerdaer Jugendstadtrat strebt eine Zusammenarbeit mit dem erst vor einigen Tagen neu gegründeten Kreisjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt Lausitz an. Hier könnte es immerhin ähnliche Themen und Ambitionen geben.