ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 13:01 Uhr

Wittichenau
Jubel, Trubel, Heiterheitam Wittichenauer Stadtteich

Die Band „Milliarden“ sind der umjubelte Haupt-Act beim diesjährigen Stadtteichfestival in Wittichenau gewesen. Selbst ein Fan aus Frankfurt am Main ist eigens in die Lausitz gekommen, um „Milliarden“ zu erleben.
Die Band „Milliarden“ sind der umjubelte Haupt-Act beim diesjährigen Stadtteichfestival in Wittichenau gewesen. Selbst ein Fan aus Frankfurt am Main ist eigens in die Lausitz gekommen, um „Milliarden“ zu erleben. FOTO: Anja Guhlan
Wittichenau. Die Veranstalter beweisen auch im sechsten Jahr den richtigen Riecher für die Zusammenstellung der Bands. Die Gäste sind zufrieden. Von Anja Guhlan

In den sozialen Medien zählte man schon Tage, Stunden und Minuten, bis das Stadtteichfestival endlich wieder seine Tore öffnete. Zwei Abende lang konnten Musikfans  feiern und tanzen. Das Line Up ist erfrischend. „Wir versuchen jedes Jahr eine Schippe mehr raufzupacken“, sagt Mathias Klimank vom Verein United Clubs for Kulow (UCfK), der das Festival nun zum sechsten Mal auf die Beine stellt. Kliemank ist der zweite Vorsitzende des Vereins.

Den Startschuss auf der Festivalbühne im traditionellen Radiodesign gab am Freitagabend die Band „Selekcja“ aus der polnischen Partnerstadt Lubomierz. Richtig heiß wurde es dann mit der Skapunk-Band Rafiki und der Band „Acapulco“. Am Samstagabend wurde es dann richtig laut.

Besonders die Band „Gruppa Karl-Marx-Stadt“ verstand es, dem Publikum einzuheizen. Auf der Bühne: Die fünfköpfige Combo, die sich dem Balkan-Beat verschrieben hat,  präsentiert eine Russendisko mit Ska-, Latin- und Funkeinflüssen. Vor der Bühne: Tanzorgien und ein schwitzendes Publikum. Auch Besucherin Helene Déus aus Hoyerswerda schwitzt aus allen Poren. „Die Musik ist echt das Highlight und wirklich zum Abtanzen da. Das Festival ist wirklich großartig“, sagt die 18-Jährige und tanzt weiter zu den fetten Bläsersätzen und treibenden Rhythmen.

Danach tritt die Band „Milliarden“ auf die Festival-Bühne. Mit „Im Bett verhungern“ fängt das Set an und es braucht nur wenige Sekunden, bis die Menge volles Rohr dabei ist. Sara Cetinbas aus Frankfurt am Main steht in der ersten Reihe vor der Bühne. Sie trägt ein „Milliarden“-Shirt, ist Fan der ersten Stunde und reist der Band für sämtliche Konzerte hinterher. „Heute bin ich viereinhalb Stunden nach Wittichenau gefahren. Und es hat sich mal wieder gelohnt. Die Texte sind gut, die Musik sehr bewegend und die Jungs aus Berlin total sympathisch“, sagt sie. Noch vor dem Auftritt der Jungs wird Sara persönlich begrüßt. „Wir kennen uns schon ein ganzes Weilchen“, sagt sie und schmunzelt. Etwas weiter dahinter geht Christoph Röntzsch (28) aus Pulsnitz richtig ab. „Wir sind gute Festivalgänger, aber in Wittichenau sind wir heute zum ersten Mal. Die Stimmung ist gut und auch die Musik ist fantastisch.“ Das findet auch Kerstin Knopf aus Wittichenau. Sie kommt seit sechs Jahren immer wieder zum Stadtteichfestival. „Selbst mit 50 Jahren finden wir es hier noch klasse. Schlager ist absolut noch nichts für mich. Ich höre lieber Pop und Rock und finde die Musik von den Milliarden echt klasse. Wir haben sie letztes Jahr schon bei den Deutschpoeten mal live gesehen“, schwärmt die 50-Jährige.

Estelle Delaur (24) aus dem französischen Bordeaux  tanzt auch wie wild zur Musik der „Milliarden“. „Leider verstehe ich den deutschen Text nicht, aber die Musik ist wirklich gut“, sagt sie auf Englisch, während ihr guter Freund, der Franzose Alexandre Rothenmacher (27), der seit einem Jahr in Wittichenau lebt, übersetzt.

Im hinteren Bereich des Festivalgeländes haben es sich in der Beach-Lounge die beiden Freundinnen Ela Kölling (33) aus Hoyerswerda und Mandy Berg (31) aus Dresden in zwei Liegestühlen gemütlich gemacht. „Wir müssen nur mal kurz chillen, bevor wir vor der Bühne wieder abtanzen“, erklären beide. Eigentlich wollten sie an diesem Abend nach Hamburg zu einem Konzert fahren, aber das Stadtteichfestival zog sie irgendwie mehr an. „Wir haben hier jede Menge Spaß“, meinen beide überzeugt.

Mathias Klimank als Organisator ist froh, so etwas zu hören. Er zeigt sich ganz zufrieden mit dem diesjährigen Festival. „Solange die Festivalbesucher zufrieden sind, sind wir es auch“, meint er. Im nächsten Jahr soll es eine weitere Auflage des Stadtteichfestivals geben. Ob die Organisatoren dann erneut noch eine „Schippe“ im Line Up drauf legen können, bleibt abzuwarten. Die Festivalbesucher dürften jedoch wieder mit Spannung der nächsten Auflage entgegen fiebern.