„Es wird einige unpopuläre Entscheidungen geben“ , ist sich der Lautaer Hauptamtsleiter Joachim Borch der Tragweite dieser Konzeption durchaus bewusst. Schließlich zeichnet sich schon längst ab, was in diesem Jahr schwarz auf weiß aufs Papier gebracht und durch einen Stadtratsbeschluss zementiert werden soll: Die Stadt kann sich in Zukunft nicht mehr alle Sportstätten leisten.
Und deshalb kommt jede Turnhalle, kommt jeder Hart- und Rasenplatz auf den Prüfstand. Um am Ende ein Urteil darüber fällen zu können, wo künftig noch investiert wird und welche Sportanlage sich aus kommunaler Trägerschaft verabschieden muss.
„Würde man mit dieser Frage schon jetzt an die Vereine herantreten, dann wäre jedes Objekt unentbehrlich“ , weiß Borch. Deshalb soll die öffentliche Debatte bewusst erst dann angeschoben werden, wenn die Verwaltung die Rückendeckung der gewählten Volksvertreter besitzt.
Kurzfristig, so Borch, werde die Umsetzung der Konzeption erst einmal Geld kosten. „Langfristig allerdings versprechen wir uns natürlich einige Einsparpotenziale.“ Sonst bräuchte man das Vorhaben nicht in Angriff zu nehmen.
Dass die Konzeption durchaus auch Chancen in sich trägt und nicht zu einer reinen Streichliste verkommt, hofft zum Beispiel der Laubuscher Ortschaftsrat Siegwardt Rudolph: „Lauta muss eine repräsentative Sporthalle bekommen“ , hat er sich in der Vergangenheit bereits Gedanken gemacht. „Wir haben derzeit nicht eine einzige Rundbahn, auf der zum Beispiel Staffellaufwettbewerbe ausgetragen werden können“ , steuerte er eine weitere Idee bei. Derartige Vorschläge sind in der noch ausstehenden öffentlichen Debatte durchaus gefragt. Über die Umsetzung allerdings - auch daraus wird die Verwaltung in den nächsten Monaten kein Hehl machen - entscheiden am Ende hauptsächlich die finanziellen Möglichkeiten der Kommune.