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| 01:35 Uhr

Irmgard Weinhofen erinnert sich an die Freundin Brigitte Reimann

Hoyerswerda. Zwei Frauen, die mit Hoyerswerda in ganz besonderer Weise verbunden sind, widmet sich das nächste Gespräch am Kamin des Hoyerswerdaer Kunstvereins: Der Schriftstellerin Brigitte Reimann, die ihre bedeutendsten Bücher in Hoyerswerda schuf, und Irmgard Weinhofen, ihre Freundin, das Ehrenmitglied des Hoyerswerdaer Kunstvereins. „Denke ich heute an Brigitte, dann scheint mir, als fielen Vergangenheit und Gegenwart zusammen. Martin Schmidt ist Mitglied im Hoyerswerdaer Kunstverein

Schon seit Jahrzehnten lebt sie nicht mehr unter uns. Dennoch ist sie auf andere Weise so nachdrücklich, lebendig anwesend, wie sie es zu Lebzeiten war", erklärte Irmgard Weinhofen in ihrem Briefwechsel "Grüß Amsterdam" mit Brigitte Reimann. Sie und Reimann schlossen als 15- beziehungsweise 17-Jährige nach schwerer Krankheit Freundschaft, die 25 Jahre bis zum frühen Tod der Schriftstellerin währte. Ihre Vertrautheit miteinander änderte sich nicht, als Irmgard nach Berlin und Brigitte nach Hoyerswerda zog. 1963 ging Irmgard Weinhofen mit ihrem holländischen Mann nach Amsterdam, studierte Germanistik, arbeitete als Übersetzerin, besuchte jedoch immer wieder ihre Freundin in der DDR. In ihren Briefen teilten die Frauen alles, was sie erlebten: offenherzig, kritisch, Ernstes wie Heiteres. Irmgard Weinhofen wird von dieser Lebensfreundschaft leidenschaftlich, mitreißend, fesselnd erzählen. Gespräch am Kamin, Mittwoch, 13. April, 19 Uhr im Schloß Hoyerswerda.