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Investitionen am Berzdorfer See

Der Berzdorfer See besticht neben der sich entwickelnden Infrastruktur durch den Reiz der ihn umgebenden Landschaft.
Der Berzdorfer See besticht neben der sich entwickelnden Infrastruktur durch den Reiz der ihn umgebenden Landschaft. FOTO: Uwe Menschner/ume1
Görlitz. Das Jahr 2017 soll ein gutes Jahr für die Entwicklung des Berzdorfer Sees vor den Toren von Görlitz als Erholungsgebiet werden. Allein die Stadt Görlitz will acht Millionen Euro in die Infrastruktur und in touristische Angebote investieren. Uwe Menschner / ume1

Davon profitieren sowohl der nördliche Teil als auch die Uferbereiche von Deutsch Ossig im Osten und von Hagenwerder/Tauchritz im Süden des Gewässers.

Nordstrand

Der nördliche Teil des Berzdorfer Sees soll durch eine neue Zufahrtsstraße besser erschlossen werden. Laut Katharina Poplawski, Projektleiterin für die Seeentwicklung bei der Europastadt Görlitz/Zgoerzelec GmbH (EGZ), beginnen bereits in diesen Tagen die Holzungsarbeiten auf der künftigen Trasse. Ebenfalls am Nordstrand entsteht einer von insgesamt zwei geplanten Rettungstürmen (der andere ist für die Halbinsel zwischen Hagenwerder und Tauchritz im Süden vorgesehen). Laut Katharina Poplawski sollen diese Türme unmittelbar an den Zuwegungen zu den Stränden gebaut werden, um im Notfall eine ungehinderte Anfahrt für den Rettungsdienst zu ermöglichen. Der Betreiber der Türme soll durch eine Ausschreibung ermittelt werden.

Deutsch-Ossig

Zu DDR-Zeiten war Deutsch-Ossig dem Abbruch geweiht und sollte dem heranrückenden Tagebau Berzdorf weichen. Ein Teil des Ortes fiel auch tatsächlich dem Bagger zum Opfer, ein anderer Teil blieb, wenn auch in ruinösem Zustand, erhalten.

Mit der Entwicklung des Berzdorfer Sees zur touristischen Attraktion feiert auch der "Restort" eine Art Wiederauferstehung, die durch städtische Investitionen begleitet werden muss: "Die seit der teilweisen Abbaggerung des Dorfes gekappten Leitungen für Wasser und Abwasser müssen neu verlegt werden. Auch die künftige Versorgung mit Internet spielt eine wichtige Rolle", so Katharina Poplawski.

Die privaten Eigentümer wollten markante Gebäude, wie Pfarrhaus, Mittel- und Oberhof, sanieren. Zuvor müsse allerdings der Bebauungsplan stehen.

Hagenwerder und Tauchritz

Ein wichtiges Vorhaben bildet die Herstellung einer attraktiven fußläufigen Verbindung vom Bahnhof Hagenwerder zum Tauchritzer Hafen. In der Winterpause befindet sich derzeit der im Herbst von der städtischen KommWohnen GmbH begonnene Bau des Hafengebäudes, der noch in diesem Jahr fertiggestellt werden soll. An den Landestegen soll nach dem erforderlichen Umbau neben kleineren Booten auch ein großes Fahrgastschiff anlegen können. Als größere private Investitionsmaßnahme entsteht in Tauchritz das Wellness-Hotel "Oase der Sinne".