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Insolvenzverfahren für Bäckerei Pieprz ist eröffnet

Hoyerswerda. (red/cw) Für die in Hoyerswerda ansässige Bäckerei Pieprz GmbH & Co. KG ist gestern das Insolvenzverfahren eröffnet worden.

Das teilt der mit dem Verfahren beauftragte Insolvenzverwalter Frank-Rüdiger Scheffler von der Dresdner Kanzlei Tiefenbacher mit. "Das Unternehmen wird mit 45 Beschäftigten in der Produktion und im Verkauf fortgeführt", berichtet Scheffler. Im Dezember waren in dem Unternehmen noch 85 Mitarbeiter beschäftigt.

Zu den ersten Maßnahmen zur Sanierung des Betriebes zählen die Schließung des Fabrikverkaufes am Firmenstammsitz an der Ackerstraße sowie die Schließung zweier Filialen in Torno und in Weißwasser. "In den anderen sieben Geschäften geht der Verkauf von frischen Lausitzer Backwaren zu den normalen Öffnungszeiten und in der gewohnt guten Qualität weiter", ergänzt Scheffler.

Die Bäckerei Pieprz musste am 22. Dezember vorigen Jahres Insolvenz anmelden. Wie viele andere Bäckereien kämpfte das Unternehmen mit gestiegenen Personalkosten und Dokumentationspflichten durch die Einführung des Mindestlohns. Gleichzeitig machen den deutschen Betrieben die Backstationen in Supermärkten und Discountern zu schaffen, die die Preise drücken. "Der Markt ist hart umkämpft, doch Handwerksbäcker können sich mit neuen Kreationen, gutem Service sowie einer starken Vertriebs- und Markenarbeit behaupten", ist Insolvenzverwalter Scheffler überzeugt. Für einen nachhaltig erfolgreichen Neustart der Bäckerei Pieprz sieht die Dresdner Kanzlei große Chancen.